Silbereisen und Wu allein in der Arena PDF Drucken E-Mail
Überraschung bei der Vorbereitung auf die ersten Einzelpartien

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Wu Jiaduo
London. Kristin Silbereisen hat ein klares Ziel für ihre olympische Premiere. „Ich will nicht die erste Deutsche sein, die ins Tischtennis-Turnier startet und als Erste wieder ausscheidet“, sagt die 27-Jährige. Am Sonntagmorgen um 9 Uhr muss sie in der zweiten Runde antreten. „Ich gehe davon aus, dass ich gegen die Britin Joanna Parker spiele“, denkt die deutsche Mannschaftsmeisterin vom FSV Kroppach, die für die erste Runde ein Freilos hat. „Parker spielt zwar irgendwie komisch, aber ein bisschen kenne ich sie, weil sie ein Jahr lang in der Bundesliga war.“ Silbereisens Bilanz gegen die 25 Jahre alte Britin ist positiv, es gab aber bislang auch nur ein Spiel in der Liga, das sie gewonnen hat. Per Wildcard ist Parker ins Turnier gekommen und versucht nun, sich in der ersten Runde gegen eine Qualifikantin durchzusetzen.

Genauso wie ihre Zimmerkollegin Wu Jiaduo ist Silbereisen gut angekommen bei den Spielen. Beim ersten Training konnten sich die beiden gleich mit der Größe des London Exhibition Center vertraut machen. „Die anderen Teams kamen ja nicht zum Training“, erklärt Silbereisen – und so spielten sie allein in der Arena.

Wu wird am Sonntag (19 Uhr) in der dritten Runde ins Turnier starten. Entweder wartet dann die Tschechin Iveta Vacenovska oder die Gewinnerin der Erstrunden-Partie zwischen Nanthana Komwong aus Thailand und Lei Huang Mendes (Portugal). Zum Daumendrücken hat Mitbewohnerin Silbereisen dann wohl keine Zeit. Falls alles klappt, muss sie eine Stunde später gegen die Weißrussin Viktoria Pawlowitsch an die Platte.Volker Boch

Westerwälder Zeitung vom Samstag, 28. Juli 2012, Seite 19