GERMAN OPEN 2012 - Shan Xiaona und Solja/Winter überraschen PDF Drucken E-Mail
Bremen. Shan Xiaona stürmt ins Achtelfinale


Lächelnd ins Achtelfinale: Shan Xiaona (Foto: ms)Lächelnd ins Achtelfinale: Shan Xiaona (Foto: ms)


Shan Xiaona (Weltranglistenposition: 125) war einfach nur happy: Mit Siegen über die Schwedin Matilda Ekholm (50) und über die Vize-Europameisterin Xian Yifang (Frankreich, 46) hatte die gebürtige Chinesin zwei deutlich vor ihr in der Weltrangliste stehende Spielerinnen bezwungen und das Achtelfinale bei den German Open erreicht. Zu ihrer zweiten Partie, dem klaren 4:0 gegen Xian, meinte die 29-jährige Penholderspielerin: "Ich habe gemerkt, dass sie nervös war. Das hat mich noch mehr motiviert. Ich habe mich auf die Partie gut vorbereitet, das Spiel gegen Abwehr liegt mir. Ich bin überglücklich. Hier international mitzuspielen ist ein Traum.“ Shan Xiaona lebt seit 2005 in Deutschland, besitzt seit September dieses Jahres einen deutschen Pass, wohnt in Düsseldorf – und trainiert unter anderem gemeinsam mit den deutschen Nationalspielerinnen. 
Am Samstag hält Shan Xiaona als einzige die deutschen Farben hoch, die an Position zwei gesetzte Wu Jiaduo (Kroppach) schied ebenso aus wie Zhenqi Barthel (Bingen), Kristin Silbereisen (Kroppach), Sabine Winter (Kolbermoor), Petrissa Solja (Linz) und Nadine Bollmeier (Saarlouis-Fraulautern). 
Der Deutschen Meisterin Wu Jiaduo steckt der momentane Bundeswehr-Lehrgang mächtig in den Knochen. „Mir hat einfach auch die Kraft gefehlt, und meine Gegnerin hat fast jeden Ball wieder zurückgebracht“, befand die 35-Jährige nach der überraschenden Zweitrundenniederlage gegen Lee Ho Ching (Hongkong).



Zunge noch dran, aber erste Runde raus: Kristin Silbereisen (Foto: ms)Zunge noch dran, aber erste Runde raus: Kristin Silbereisen (Foto: ms)


Es war eine schöne Geste, als sich die beiden Protagonistinnen nach einem tollen Match umarmten. Sabine Winter und die Tschechin Iveta Vacenovska hatten sich einen regelrechten Fight über sieben Sätze geliefert – letztlich mit dem glücklicheren Ausgang für Vacenovska. Der Matchball war ein „tödlicher“ Netzroller der Tschechin – unerreichbar für die 20-jährige Winter, die die zweite Runde knapp verpasste.

Winter/Solja sorgen für einen Coup


Drei deutsche Doppel haben bei den German Open das Viertelfinale erreicht. Die EM-Dritten und Deutschen Meister Wu Jiaduo/Kristin Silbereisen vom Bundesligisten FSV Kroppach setzten sich im Achtelfinale souverän und ohne Satzverlust gegen die Taiwanesen Cheng Hsien-Tzu/Lin Chia-Hui durch. 
Für einen Überraschungscoup sorgten Sabine Winter (Weltranglistenposition: 96) und Petrissa Solja (88) ab, die die hoch gehandelten und vom Papier klar favorisierten Koreanerinnen Dang Yeseo (20) und Seok Hajung (26) mit 3:0 regelrecht vom Tisch fegten. "Wir haben versucht, die Bälle gut zu platzieren und selbstbewusst und aktiv zu spielen", sagte Sabine Winter. Das Vorhaben gelang den beiden Nachwuchshoffnungen des DTTB eindrucksvoll. Winter (20 Jahre)/Solja (18) hatten schon in Jugendzeiten miteinander Doppel gespielt und harmonierten gerade gegen die Koreanerinnen prächtig.



Kämpfen bis zum Umfallen, im Wortsinn: Sabine Winter (Foto: ms)Kämpfen bis zum Umfallen, im Wortsinn: Sabine Winter (Foto: ms)

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Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 03. November 2012 um 10:07 Uhr