FSV Kroppach muss Punktverluste vermeiden PDF Drucken E-Mail
 
Der Meister erwartet am Freitag TuSEM Essen – Am Samstag folgt Spiel beim Neuling DJK Kolbermoor

Von unserem Redakteur Christoph Gerhards



Kroppach. Vor sieben Wochen startete der FSV Kroppach mit einem 5:5 im Topspiel gegen Saarlouis-Fraulautern und einem 6:2-Sieg in Berlin in die Saison der Tischtennis-Bundesliga der Frauen. Nun geht es für den Deutschen Meister endlich weiter: Am Freitag spielt der FSV von 19.30 Uhr an zu Hause gegen TuSEM Essen, am Samstag um 17 Uhr beim Aufsteiger DJK Kolbermoor.

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Die treuen Fans des FSV Kroppach sahen zum Saisonauftakt beim 5:5 gegen Saarlouis-Fraulautern ein tolles Spiel. Sie hoffen nun auch im Heimspiel gegen TuSEM Essen auf einen starken Auftritt ihres Teams. Foto: Marco Rosbach


FSV Kroppach - TuSEM Essen

Die Gäste aus dem Ruhrgebiet, deren Team von der DJK Holsterhausen zu TuSEM gewechselt ist, kommen mit 6:2 Punkten als Tabellenzweiter in den Westerwald. Nicht nur deshalb warnt Kroppachs Teamchef Dennis Leicher davor, den Gegner nur an den beiden klaren Ergebnissen aus der vergangenen Spielzeit zu messen: „Das wäre fatal, denn Essen hat mit dieser Mannschaft in der vorigen Saison 5:5 gegen Saarlouis gespielt und uns in der Saison davor zweimal zittern lassen.“

Elke Schall-Süß und Shi Qi müssen im oberen Paarkreuz in der Tat erst einmal bezwungen werden, und Essens Nummer drei Barbora Balazova reist mit einer 6:1-Bilanz an. Yin Na komplettiert das Quartett, dessen Doppel Balazova/ Schall-Süß und Qi/Yin jeweils drei Siege aus vier Spielen einfuhren. Kein Wunder also, dass Dennis Leicher Respekt zeigt: „Essen ist von Position eins bis vier gefährlich, das wird am Freitag kein Zuckerschlecken.“

Leicher geht davon aus, dass die eigenen Spielerinnen allesamt fit und einsatzbereit sind. Doch wie ihre Leistungen aussehen werden, das bleibt abzuwarten, vor allem bei „Dudu“ Wu Jiaduo, die einen Bundeswehr-Lehrgang absolviert und deshalb nicht mit der gewohnten Intensität trainieren konnte. Bei den German Open schied sie früh aus. „Doch wir konnten uns immer auf sie verlassen, wir werden auch ihre Punkte brauchen“, sagt Leicher. Ähnliches gilt für Kristin Silbereisen, die mit „Dudu“ zwar in Bremen Bronze im Doppel gewann, im Einzel aber auch keine Bäume ausriss. Sie absolviert derzeit eine Ausbildung und muss sich an einen neuen Rhythmus gewöhnen. Aber auch ihr gilt Leichers Vertrauen: „Kristin hat in den letzten zwei Jahren bei uns stets ihre Leistung gebracht. Ich sehe aktuell keinen Grund, warum sich daran etwas ändern sollte.“

Richtig gut drauf war bei den German Open Shan Xiaona, die zum ersten Mal für den Deutschen Tischtennis-Bund spielte und auf Anhieb das Viertelfinale erreichte. Leicher hofft, dass sie an diese starke Form anknüpft, die sie auch schon beim Bundesliga-Sieg in Berlin gezeigt hatte. Auch Krisztina Toths Klasse und Erfahrung sollen helfen, Essen am Freitag zu bezwingen.



DJK Kolbermoor - FSV Kroppach

Der gastgebende Neuling aus der Nähe von Rosenheim hat mit einem 6.0 bei der nicht erstligatauglichen Mannschaft in Watzenborn immerhin schon mal einen Sieg eingefahren und nimmt mit 2:6 Punkten Rang acht ein. Kolbermoor hat mit Wenling Tan-Monfardini, die einst beim Kroppacher Europapokal-Sieg für Castel-Goffredo (Italien) und später für Homberg schon einmal in der Bundesliga spielte, und der deutschen Nationalspielerin Sabine Winter ein durchaus beachtliches oberes Paarkreuz.

Weit weniger bekannt sind Krisz-tina Ambrus und Chantal Mantz aus dem unteren Paarkreuz. „Diese beiden Spielerinnen kenne ich nur durch Zeitungsberichte“, räumt selbst FSV-Teamchef Dennis Leicher ein. „Wie stark Tan inzwischen ist, bleibt abzuwarten. Sabine Winter macht weiter gute Fortschritte und wird spielerisch immer reifer. Unnötige Punktverluste sollten nach dem 5:5 gegen Saarlouis auf jeden Fall vermieden werden.“

Westerwälder Zeitung vom Donnerstag, 15. November 2012, Seite 16