Neuling LTTV Leutzscher Füchse freut sich auf die Heimpremiere PDF Drucken E-Mail
Frankfurt/Main. Der LTTV Leutzscher Füchse fiebert nun endlich dem langersehnten ersten Heimspiel gegen die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim entgegen. In der Pause, die der LTTV mit Unterstützung magischer Kräfte erreichen will, soll ein buntes Rahmenprogramm, das mit viel Mühe und Liebe auf die Beine gestellt wurde, für einen Eventcharakter sorgen. Der amtierende Deutsche Meister FSV Kroppach meldet sich nach einer siebenwöchigen Pause mit den interessanten Spielen gegen TUSEM Essen und beim Aufsteiger SV DJK Kolbermoor wieder zu Wort. Der Abstand zum führenden TTSV Saarlouis-Fraulauten soll auf jeden Fall schrumpfen. In diversen weiteren Partien erlebt die 1. Liga einen Großkampfspieltag.

 

Freitag, 19.30 Uhr: FSV Kroppach – TUSEM Essen

Der FSV will sich nicht rupfen lassen

Obwohl der FSV Kroppach eine sehr lange Pause und überhaupt erst zwei Begegnungen in dieser Saison absolvierte, waren die Spielerinnen nicht untätig und bei diversen internationalen Turnieren im Einsatz.

 „Die Mannschaft trifft Donnerstag in Kroppach ein, da wir sie länger nicht vor Ort gehabt haben ist es wichtig, dass wir unsere Konzentration schnell wieder aufnehmen. Wu Jiaduo absolviert parallel einen Lehrgang bei der Bundeswehr. Dudu muss sich einfach durchbeißen. Sie ist körperlich sicher fit und vor allem nicht verletzt. Das ist nicht ihr erster Einsatz, und sie muss gegen den Tabellenzweiten TUSEM Essen und in Kolbermoor alles andere

Shan Xiaona vom FSV Kroppach (Aufnahme: Ronny Pabst)Shan Xiaona vom FSV Kroppach (Aufnahme: Ronny Pabst)
beiseiteschieben“, fordert Teambetreuer Dennis Leicher.

Shan Xiaona präsentierte sich bei den German Open in glänzender Form und erreichte dort das Viertelfinale, ehe sie gegen Europameisterin Viktoria Pavlovich  knapp mit 11:13 im sechsten Satz scheiterte. „Shan fehlte Anfang der Saison die Matchpraxis. Inzwischen hat sie mit guten Ergebnissen aufhorchen lassen. Als deutsche Staatsbürgerin ergeben sich für sie nun ganz neue Perspektiven, und als Penholderspielerin mit Noppenbelag bereitet sie ihren Gegnerinnen Schwierigkeiten. Deshalb würden wir uns natürlich für sie freuen, wenn der 29-Jährigen auch in der Nationalmannschaft das Vertrauen geschenkt werden könnte“,  berichtet Leicher.

Die Vergleiche gegen Essen seien immer relativ klar vom Endergebnis gewesen. „Doch es waren enge Einzel dabei. TUSEM-Spitzenspielerin Elke Schall-Süß ist immer sehr ehrgeizig, gibt kein Spiel verloren und hat einen Sieg stets auf dem Schirm. Außerdem spielt sie mit Barbora Balazova ein gutes Doppel. Wir werden Essen auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen“, sagt der Teambetreuer. Und nicht nur Schall-Süß ist für Gegenpunkte gut, in der vergangenen Saison hatte Shi Qi gegen Wu Jiaduo und Balazova gegen Krisztina Toth ihre Chance. Letztere hebt sich aktuell mit einer 6:1-Bilanz aus dem Team hervor.

„Wir wollen uns nicht kleiner machen als wir sind, aber beide Teams spielen unverändert zur Vorsaison, und deshalb wissen wir natürlich was uns erwartet. Wenn wir ein Doppel gewinnen können wir vielleicht etwas Spannung erzeugen. Wir wollen Kroppach auf jeden Fall das Leben so schwer wie möglich machen“, sagt TUSEM-Manager Hans-Willi Frohn. Vor allem Barbora sei bei ihrer konstant guten Form in Lage ihren Gegnerinnen ernsthaft Paroli zu bieten. „Es sieht sogar so aus, dass sie zur Halbzeit ins Spitzenpaarkreuz aufrücken kann“, ergänzt Frohn.

 
Sonnabend, 17 Uhr: SV DJK Kolbermoor – FSV Kroppach

Neuling führt die Zuschauerstatistik an

Der Aufsteiger SV DJK Kolbermoor bringt dem FSV Kroppach ein Maß an Hochachtung entgegen, obwohl mit Wenling Tan-Monfardini und Nationalspielerin Sabine Winter ausgezeichnete Akteurinnen den Gästen den Kampf ansagen. Winter zeigte unlängst bei den German Open eine

Wenling Tan-Monfardini vom SV DJK Kolbermoor (Aufnahme: Erik Thomas)Wenling Tan-Monfardini vom SV DJK Kolbermoor (Aufnahme: Erik Thomas)
fantastische Leistung an der Seite von Petrissa Solja (Linz AG Froschberg), als sie die Goldmedaille gewannen. „Das war schon herausragend was Sabine gespielt hat. Ich konnte mich in Bremen selbst davon überzeugen. Aber wir werden schon gegen die Nummer vier des FSV Krisztina Toth nichts ausrichten können, und Kristin Silbereisen könnte locker im oberen Paarkreuz spielen. Jedes Ergebnis, das nicht 0:6 lautet, werden wir wie einen Sieg feiern“, meint SV DJK-Vorstandsmitglied Frank Berger. Vielleicht würde Wenling auch wieder mit dem Schläger ihrer Tochter spielen, dann sei sie noch besser. „Das war natürlich nur ein Scherz, aber gegen Saarlouis-Fraulautern lief sie die hundert Meter von der Halle nach Hause, weil ihr Schläger als nicht zulässig getestet wurde. Dann scheiterte Wenling nur im fünften Satz gegen Li Jiao“, erinnert sich Berger. Lobend erwähnte das Vorstandsmitglied noch den Sieg von Chantal Mantz beim Top 48-Bundesranglistentrunier der Mädchen. „Der Abstand ist nicht mehr so weit zu den Spielerinnen der 1. Liga“, ergänzt Berger.

Der FSV Kroppach macht selbstverständlich kein Hehl daraus, dass an diesem Wochenende vier Punkte eingefahren werden sollen, denn der Kontakt zur Spitze soll aufgebaut werden. Dabei will der Klub aus dem Westerwald auch das Spielverhältnis nicht aus den Augen verlieren. „In erster Linie sind uns zwei Punkte wichtig, aber natürlich wollen wir keine Spiele leichtfertig abgeben. Wenn wir klar gewinnen können soll das auch so umgesetzt werden. Deshalb verlangen wir auch von Dudu trotz ihrer Anstrengungen eine stabile Spielweise“, sagt FSV-Teambetreuer Dennis Leicher.

In dieser Partie sind Winter und Wu Jiaduo direkte Konkurrentinnen, am Dienstag stehen die Zwei beim JOOLA EM-Qualifikationsspiel in Hannover-Misburg gegen Spanien schon wieder auf der gleichen Seite. „Sabine hat inzwischen ihre Erfahrungen gesammelt und wird stärker, während ich Tan-Monfardini nur schwer einschätzen kann. Wir erwarten die größere Gegenwehr im oberen Paarkreuz“, bestätigt Leicher.


Martina Emmert (www.tischtennis.de)