Krisztina Toth verdient sich beim FSV Kroppach ein Sonderlob PDF Drucken E-Mail
Kroppach. Die TUSEM Essen hat sich beim amtierenden Deutschen Meister FSV Kroppach viel vorgenommen gehabt. Auch wenn die Mannschaft um Spitzenspielerin Elke Schall-Süß nicht unbedingt an einen Sieg glaubte, so sollte aber zumindest der ein oder andere Gegenpunkt glücken. Mit einer glänzenden, mannschaftlich geschlossenen Leistung, vereitelten die Gastgeberinnen jedoch sogar den Ehrenpunkt. Ganz stark präsentierte sich Krisztina Toth, die mit einem glatten 3:0 Barbora Balazova erst die zweite Einzelniederlage in dieser Saison beibrachte.

 
Krisztina Toth verdient sich beim FSV Kroppach ein Sonderlob
Bärenstarke Vorstellung von Krisztina Toth vom FSV Kroppach gegen Barbora Balazova (Aufnahme: Ronny Pabst)

 

FSV Kroppach – TUSEM Essen: 6:0

 

Nach dem 4:0 kam der Einbruch

 

Wu Jiaduo und Kristin Silbereisen vom FSV Kroppach zogen mit einem 12:10 im fünften Satz gegen Shi Qi/Yin Na gerade noch so den Kopf aus der Schlinge und sorgten wieder einmal für das wichtige 2:0 gegen TUSEM Essen. Dabei führten sie im Entscheidungssatz schon mit 7:3. Beim 9:9 klingelten die Alarmglocken, die sie wachrüttelten und mit entsprechender Konzentration nutzten sie den zweiten Matchball. Besser lief es bei Shan Xiaona/Krisztina Toth, die gegen Elke Schall-Süß/Barbora Balazova mit einem 11:8, 11:7, 9:11, 11:7 punkteten.

In den ersten Einzeln setzten die Gäste die Prophezeiung von Manager Hans-Willi Frohn in die Tat um. Elke Schall-Süß wehrte sich im Prestigekampf gegen Wu Jiaduo, und steckte vor allem bei deutlichen Rückstanden nicht den Kopf in den Sand. Im ersten Satz holte die 39-Jährige ein 3:7 und 8:10 auf, lag 11:10 und 14:13 vorn, scheiterte aber noch knapp 14:16. Einem 11:8 für Dudu folgte erneut ein 4:0, die sich den dritten Abschnitt zum 10:12 noch überraschend aus der Hand nehmen ließ. Spannend gestaltete sich auch der vierte Durchgang, bei dem die Kroppacherin beim 6:5 ein Time-out wählte, von dem Schall-Süß zum 8:7 profitierte. Mit einem Endspurt drehte die Europameisterin von 2009 den Spieß zum 11:8 um. Am Nebentisch hatte sich bereits Shan gefreut, die sich nach einem 11:8, 11:7 gegen Shi Qi von deren 11:8 zum 2:1-Anschluss nicht beirren ließ. Mit einem sicheren 11:6 bestätigte die Nummer eins des FSV ihre derzeit starke Form zum 4:0.

Im unteren Paarkreuz blieben die Essenerinnen mit Yin Na und Balazova unerwartet blass, denn sie ergatterten nicht einmal einen Satz, sodass sich wie schon in der vergangenen Saison nicht einmal der Ehrenpunkt einstellte.

„Tothi spielte im Duell zweier Linkshänderinnen überragend. In den durchaus langen Ballwechseln wusste Krisztina mit unheimlich platzierten Schlägen zu überzeugen. Sie ließ Barbora überhaupt nicht zum Zug kommen. Ihre Gegnerin kam fast nur bei eigenem Aufschlag zum Erfolg. Kristin erledigte die Aufgabe gegen Yin Na im Blitzverfahren. Sie trainiert viel mit Shan, die über eine ähnliche Spielweise verfügt. Dudu hat sich wie erwartet durchgebissen. Im Doppel agierte sie mit Kristin im fünften Satz zwischenzeitlich zu passiv, aber am Ende waren sie wieder zur Stelle. Wir wussten, dass unsere Gäste gefährlich sind, wenn sie ins Rollen kommen. Nach dem 2:0 in den Doppeln sprang der Funke nicht über, und nach dem 4:0 war der Widerstand gebrochen. Wir sind sehr zufrieden, und unsere 140 Fans, die für eine gute Stimmung sorgten, auch“, freute sich FSV Teambetreuer Dennis Leicher.  

Martina Emmert (www.tischtennis.de)