Der FSV Kroppach spielt seine Favoritenrolle souverän PDF Drucken E-Mail
Kroppach. Für Herbstmeister FSV Kroppach hat die Rückrunde mit einem glatten 6:0 gegen den SV DJK Kolbermoor erfolgreich begonnen. Dem Aufsteiger blieb diesmal sogar der Gegenpunkt von Wenling Tan-Monfardini verwehrt. Wu Jiaduo drehte diesmal den Spieß um, und landete mit einem starken 11:4 im fünften Satz das vorentscheidende 4:0. Insgesamt musste sich der Tabellensiebte mit drei Satzgewinnen begnügen.

 
Der FSV Kroppach spielt seine Favoritenrolle souverän
Wu Jiaduo vom FSV Kroppach dreht den Spieß gegen Wenling Tan-Monfardini um (Aufnahme: Ronny Pabst)

 

FSV Kroppach – SV DJK Kolbermoor: 6:0

Wu Jiaduo verhindert den Ehrenpunkt

Der amtierende Deutsche Meister FSV Kroppach hat über die lange Weihnachtspause nichts verlernt, und ging wieder einmal mit einem 2:0 in den Doppeln in Führung. Dabei trafen diesmal Wu Jiaduo/Kristin Silbereisen auf Krisztina Ambrus/Chantal Mantz vom SV DJK Kolbermoor, die sie locker 11:9, 11:8, 11:5 besiegten. Shan Xiaona/Kristina Toth ließen gegen Wenling Tan-Monfardini/Sabine Winter beim 11:6, 11:5, 11:9 nichts anbrennen.

Shan stockte dann den Vorsprung auf 3:0 mit einem 12:10, 11:2, 11:1 gegen Winter überraschend deutlich auf. Nur der erste Abschnitt verlief nach einem 7:4, 9:6 zum 9:9 umkämpft. „Shan spielte vor den Augen der Bundestrainerin Jie Schöpp einfach überragend“, lobte FSV-Teambetreuer Dennis Leicher. Inzwischen teilte die FSV-Spitzenspielerin die erfreuliche Botschaft mit, dass auch sie in Verhandlungen mit anderen Vereinen stehe. „Ich habe allerdings noch nichts unterschrieben. Der Rückzug beeinflusst unser Ziel auf gar keinen Fall, wir wollen mit Kroppach unbedingt unseren Meistertitel verteidigen“, sagte die 30-Jährige.

Die 115 Zuschauer kamen danach auf ihre Kosten, als Wu Jiaduo nach einem 7:11, 7:11, 11:7, 11:8 gegen Tan-Monfardini besser ins Spiel fand, und die anvisierte Revanche zum Greifen näher rückte. Die Taktik setzte Dudu auch im fünften Satz konsequent fort, sodass die Deutsche Meisterin zum 5:2, 8:2 und 11:4 überhaupt keine Probleme mehr besaß. „Dudu hatte mehr Rhythmus, sie agierte variabler und nahm auch mal das Tempo aus dem Spiel. Durch ihren Trainingsrückstand nach ihrem grippalen Infekt fehlen noch ein paar Prozent bis zu Topform, aber dieser Erfolg gibt ihr Selbstvertrauen“, erklärte Leicher.

Beim Aufsteiger verdiente sich dann Chantal Mantz Respekt für ihre ausgezeichnete Leistung. Nach einem erwartet deutlichen 3:11, 6:11 gegen Silbereisen trotzte die 16-Jährige der Nationalspielerin nach einem 3:6 ein 10:10 ab. In der Verlängerung bis zum hauchdünnen 17:19 aus ihrer Sicht verfügte die Mädchen-Nationalspielerin sogar über vier Satzbälle. Nach diesem 0:5 stand nun Krisztina Ambrus gegen ihre ungarische Landsfrau Toth mit dem Rücken zur Wand. In der Hinrunde hielt die Nummer drei der Bayern gut mit. Auch diesmal gestaltete sie die Durchgänge beim 9:11, 9:11 offen. Den Anschluss verdiente sich die 20-Jährige gegen ihre routinierte Konkurrentin mit einem 15:13 nach absolut spannendem Verlauf, wobei Toth über keinen Matchball verfügte. Gleich zwei an der Zahl erarbeitete sich die Kroppacherin beim 10:8 im vierten Abschnitt, und diesmal machte Toth zum 11:8 und 6:0-Kantersieg kein langes Federlesen. „In den entscheidenden Momenten wirkte sich die Erfahrung bei Tothi positiv aus. Dann packte sie noch einen Ball aus, den sie bisher noch nicht gespielt hatte und überraschte ihre Gegnerin damit. Insgesamt verlief die Begegnung klarer als im Hinspiel“, resümierte Leicher.

„Das Ergebnis ist normal, wir sind nicht enttäuscht. Kroppach verfügt einfach über vier sehr starke Spielerinnen. Wenling lag im dritten Durchgang auch schon 6:3 vorn. Nach dem Satzverlust spielte Dudu besser, es waren spannende Ballwechsel, und schließlich war Wenling vom Kopf nicht mehr frisch genug. Aufgrund ihrer Verletzung muss Sabine ein ganz anderes Spiel abliefern, nicht mehr so vorhandorientiert. Der erste Satz verlief gegen Shan unglücklich mit einem Netz- und Kantenball. Wenn Sabine diesen Abschnitt gewonnen hätte, wäre vielleicht noch etwas gegangen. Chantal ist immer eine Spätstarterin, zu spät in diesem Fall“, sagte Trainer Zsolt Hollo.

Martina Emmert (www.tischtennis.de)