Kroppach muss über eigene Messlatte springen PDF Drucken E-Mail


Der Tabellenführer erwartet am Freitag die Leutzscher Füchse und spielt am Samstag in Essen

Von unserem Redakteur Christoph Gerhards

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Kathrin Mühlbach erreichte Anfang März bei der DM in Bamberg das Halbfinale. Unser Foto zeigt sie noch im Trikot des TSV Schwabhausen, am Freitag ist sie mit den Leutzscher Füchsen in Kroppach zu Gast. Foto: Jürgen Vohl


Kroppach. In der Tischtennis-Bundesliga der Frauen bekommt es der FSV Kroppach am Wochenende mit zwei Mannschaften zu tun, die in der Hinrunde vom amtierenden Meister und Tabellenführer aus dem Westerwald jeweils mit 6:0 besiegt wurden. Am Freitag erwartet der FSV um 19.30 Uhr den Neuling LTTV Leutzscher Füchse aus Leipzig, am Samstag, 15 Uhr, folgt die Begegnung beim Tabellendritten TuSEM Essen. Kein Wunder, dass Kroppachs Teamchef Dennis Leicher anhand der erbrachten „Vorleistungen“ zu dem Schluss kommt: „Wir können nun in diesen Spielen nur verlieren.“



FSV Kroppach - Leutzscher Füchse

Vor dem oberen Paarkreuz der Gäste aus Leipzig hat Leicher durchaus Respekt. Schließlich hat Spitzenspielerin Marina Shavyrina gegen Kroppachs Verfolger Saarlouis gemeinsam mit Kathrin Mühlbach im Doppel gepunktet und hätte um ein Haar auch ein Einzel gegen „Nixi“ Ni Xia Lian gewonnen (10:12 im fünften Satz). „Shavyrina hat auch gegen uns schon gut gespielt und im Laufe der Saison viele enge Spiele bestritten. Da ist Vorsicht geboten“, warnt Leicher. „Und Kathrin Mühlbach hat durch ihre für mich unerwartete Halbfinal-Teilnahme bei der deutschen Meisterschaft sicherlich an Selbstvertrauen gewonnen.“

Natürlich geht der Serienmeister aus Kroppach als klarer Favorit in die Begegnung, zumal laut Leicher „im unteren Paarkreuz eigentlich nichts anbrennen sollte, da sind wir besser besetzt. Aber es gilt halt auch, unnötige Punktverluste zu vermeiden.“

Schließlich will der FSV Kroppach in der nächsten Woche am Sonntag, 24. März, mit einem Polster zum Gipfeltreffen nach Saarlouis fahren.



TuSEM Essen - FSV Kroppach

Wenn die Essener ihre Mannschaft mit Elke Schall-Süß, Shi Qi, Barbora Balazova und Yin Na zusammenhalten, dann können sie angesichts der Rückzüge von Kroppach und Saarlouis in der nächsten Saison in der Bundesliga ganz vorn mitmischen. Sie sind derzeit Tabellendritter, gehen am Samstag aber „nur“ als gefährlicher Außenseiter in das Duell mit dem Meister. Zuletzt suggerierten klare Resultate in den Begegnungen mit den Ruhrstädterinnen eine Kroppacher Überlegenheit, die in Wahrheit sehr viel geringer ist. Denn Elke Schall-Süß, das ist Routine pur, Shi Qi ist sehr talentiert, und Barbora Balazova weist im zweiten Paarkreuz eine 10:5-Bilanz auf. Von 20 Doppeln in dieser Saison haben die Essenerinnen immerhin 14 gewonnen.

„Wir müssen in diesem Spiel hellwach sein“, fordert denn auch Dennis Leicher. „Für uns geht es darum, so stabil zu bleiben, wie wir es bislang waren. Vor allem die Doppel waren bis dato unser Paradestück. Wenn wir die gewinnen, sind wir kaum zu schlagen.“

Westerwälder Zeitung vom Donnerstag, 14. März 2013, Seite 14