FSV Kroppach rundet gelungenes Wochenende ab PDF Drucken E-Mail


Meister setzt sich bei TuSEM Essen mit 6:1 durch

Von unserem Redakteur Christoph Gerhards

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Krisztina Toth trumpfte ganz souverän auf: Sie gewann zunächst ihr Doppel mit Shan Xiaona und später auch ihr Einzel gegen Barbora Balazova mit 3:1 Sätzen. Foto: Marco Rosbach


Essen/Kroppach. „Das war ein rundum gelungenes Wochenende“, zog Teamchef Dennis Leicher vom FSV Kroppach Bilanz, nachdem der Deutsche Meister in der Tischtennis-Bundesliga der Frauen dem 6:0-Sieg gegen die Leutzscher Füchse einen 6:1-Erfolg in Essen hatte folgen lassen. „4:0 Punkte bei 12:1 Spielen, da gibt es wirklich keinen Grund zu meckern. Die Tatsache, dass wir das Spiel in Essen so deutlich dominiert haben, sollte uns zusätzliches Selbstvertrauen für das Spitzenspiel am kommenden Sonntag in Saarlouis geben.“

Der FSV Kroppach benötigte zwar fast drei Stunden, um sein Gastspiel bei TuSEM Essen, das vor dem Wochenende noch auf Rang drei gelegen hatte, mit 6:1 zu gewinnen. Dennoch war der Sieg in seiner Deutlichkeit nicht in Gefahr. „Wir waren näher daran, die Begegnung mit 6:0 zu gewinnen als Essen an einem zweiten Spielgewinn“, meinte Leicher. „Es gab letztlich nur zwei Fünfsatz-Spiele, von denen jede Mannschaft eines gewonnen hat. Unser 6:1 war hochverdient.“

Ein weiteres Fünfsatz-Spiel hätte es fast im zweiten Doppel gegeben, als Wu/Silbereisen den vierten Durchgang mit 15:13 für sich entschieden. Doch ihre Gegnerinnen Schall-Süß/Balazova erspielten hier lediglich einen Satzball, während Wu/Silbereisen schon mehrere Matchbälle hatten, bevor sie ihr 3:1 perfekt machten.

Kroppachs Spitzenspielerin Shan Xiaona führte gegen die hochtalentierte Chinesin Shi Qi bereits mit 2:0 Sätzen, doch dann wurde ihre Gegnerin immer stärker, wendete noch das Blatt und holte den Essener „Ehrenpunkt“. „Shan war nach ihrem Länderspieleinsatz während der Woche und ihren gestiegenen Belastungen im Training ein wenig müde, hat aber keinesfalls enttäuscht“, betonte Leicher. „Shi Qi finde ich einfach klasse, die ist spielerisch stark und auch ehrgeizig und hätte in einer richtigen Spitzenmannschaft sicherlich noch weiteres Steigerungspotenzial.“

Shan riss sich dann nach der Pause noch einmal zusammen. Auch gegen Elke Schall-Süß verspielte sie zwar eine 2:0-Satzführung, gewann aber den entscheidenden Durchgang dann deutlich mit 11:3. „Da hat Shan noch mal alles aus sich herausgeholt“, lobte Leicher. Am Nebentisch hatte „Dudu“ Wu Jiaduo ihrem 3:1 gegen Schall-Süß ein 3:1 gegen Shi Qi folgen lassen, das aber gar nicht mehr in die Wertung kam. „Dudus Leistung in diesem Spiel hatte schon große Klasse“, war Leicher sehr angetan.

Wieder einmal konnte er sich auch auf sein zweites Paarkreuz verlassen. Krisztina Toth haderte zwar ein wenig mit sich, als sie den ersten Satz gegen Barbora Balazova nach klarer Führung noch abgegeben hatte, entschied die folgenden drei Durchgänge aber recht sicher für sich. „Krisztina war dann auch in den wenigen kritischen Phasen souverän und hat bewiesen, dass sie halt mehr spielerische Qualität hat als Balazova.“

Das galt auch für Kristin Silbereisen in ihrem Spiel gegen Yin Na. Sie lag zwar im ersten Satz mit 1:5 hinten, fand dann aber ihren Rhythmus gegen die Penholder-Spielerin und fuhr ihren Sieg – ebenfalls in vier Sätzen – sicher ein.

TuSEM Essen - FSV Kroppach 1:6

Shi/Yin - Shan/Toth 7:11, 11:3, 5:11, 5:11; Schall-Süß/Balazova - Wu/Silbereisen 9:11, 12:10, 7:11, 13:15; Schall-Süß - Wu 9:11, 7:11, 13:11, 5:11; Shi - Shan 7:11, 6:11, 11:9, 11:3, 11:8; Balazova - Toth 11:8, 8:11, 8:11, 5:11; Yin - Silbereisen 9:11, 5:11, 11:6, 3:11; Schall-Süß - Shan 8:11, 10:12, 11:9, 11:5, 3:11.

Westerwälder Zeitung vom Montag, 18. März 2013, Seite 25