Für die Frauen ist die WM schon wieder vorbei PDF Drucken E-Mail
Deutsche Spielerinnen in Paris raus

Paris. Tischtennis-Nationalspielerin Kristin Silbereisen machte gute Miene zum bösen Spiel. „Wir haben ganz gut mitgehalten, einige Kleinigkeiten gaben den Ausschlag“, sagte sie nach dem WM-Aus der deutschen Frauen in Paris. Das 0:4 von Silbereisen und ihrer bisherigen Kroppacher Klubkollegin Wu Jiaduo im Doppel gegen die Titelverteidiger Guo Yue/Li Xiaoxia aus China setzte den Schlussstrich unter eine ziemlich deprimierende Bilanz. An drei WM-Tagen konnte keine der sechs Spielerinnen von Bundestrainerin Jie Schöpp über ihren Schatten springen. Im Einzel und Mixed war die dritte Runde die Endstation, im Doppel das Achtelfinale. In den meisten Fällen erwiesen sich Gegnerinnen aus China oder Hongkong als unüberwindbare Hürden, alle drei Einzelspielerinnen verloren ihre Drittrundenpartien mit 0:4-Sätzen. Die angeblichen Kleinigkeiten summierten sich zu einem Klassenunterschied, der schon seit einigen Jahren besteht und trotz aller Bemühungen im Düsseldorfer Trainingszentrum fast noch größer geworden ist. Die einstigen Kroppacher Klubkolleginnen gehen nach der WM und dem Rückzug ihres Meister-Vereins aus der Bundesliga getrennte Wege. Silbereisen und Xiaona Shan wechseln nach Berlin, Wu bleibt nach der Weltmeisterschaft gleich in Frankreich. „Ich spiele nächste Saison für Metz“, sagte sie.

Westerwälder Zeitung vom Samstag, 18. Mai 2013, Seite 20