Ein Wimpernschlag fehlt dem FSV Kroppach zum Titelgewinn PDF Drucken E-Mail

Obwohl der amtierende Deutsche Meister FSV Kroppach spielfrei war, war das Team der Gewinner des Tages. Durch die 2:3-Niederlage des TV Busenbach gegen die DJK TuS Essen-Holsterhausen trennt Kroppach nun nur noch ein Wimpernschlag von der Titelverteidigung. Busenbach müsste nun schon seine beiden letzten Saisonspiele jeweils mit 3:0 gewinnen, Kroppach die seinen jeweils mit 0:3 verlieren, soll die Meisterschaft noch einmal in Gefahr geraten.

 

 

 

TV Busenbach – DJK TuS Essen-Holsterhausen 2:3

 

 

 

Zwischen dem Tabellenzweiten TV Busenbach und der DJK TuS Essen Holsterhausen ergab sich ein hochklassiger und interessanter Auftakt, denn die amtierende Deutsche Meisterin Kristin Silbereisen stand der Ex-Busenbacherin Elke Schall gegenüber, die 2009 diesen Titel gewann. Schall begann mit einem 8:4 und 9:6 im ersten Satz, musste zum 10:10 den Ausgleich hinnehmen, hatte zum 14:12 aber wieder die Nase vorn. Was sich zum Ende des ersten Durchgangs ankündigte, setzte Silbereisen fort, die zunehmend ihren Rhythmus fand,  und sich ein 11:7 holte. Der dritte Satz gehörte nach einem 6:4 und 9:7 zum 11:7 wieder der Essenerin. Das Blatt schien sich im vierten Satz endgültig gegen Silbereisen zu wenden, die 3:6 und 5:7 in Rückstand geriet. Hoffnung auf den Entscheidungssatz keimte beim 7:7 und 9:8 bei ihr auf, und mit einem 11:8 heizte die Busenbacherin tatsächlich das Spannungsbarometer noch einmal an. Die Ernüchterung war groß, als Schall zum 5:0 und 9:3 auftrumpfte. Diesem klaren Nachteil wusste Silbereisen nicht mehr entgegen zu rudern. Ein 6:11 aus ihrer Sicht brachte das 1:0 für die Gäste. „So wollten wir die Aufstellung nicht treffen, denn wir wussten, dass Shan Xiao Na anschließend eine ganz schlechte Bilanz gegen Aya Umemura zu Buche stehen hatte. Ein 0:3 war nicht auszuschließen“, sagte TV-Geschäftsführerin Sabine Schlatterer.

 

Das Einzel von Shan verlief dann aber besser als gedacht, obwohl die Busenbacherin nach einem 5:11, 11:5 und 8:11 stark unter Erfolgsdruck geriet.  Mit einem 8:4, über 9:6 zum 11:9 kämpfte sie sich in den fünften Satz. Auch hier bekam Shan zum 4:1 und 7:3 die Oberhand. Mit einem 11:5 hielt sie das Match offen. „Shan hat richtig gefightet, und sie wollte unbedingt gewinnen. Ihre Leistung war sehr gut“, lobte Schlatterer die Chinesin in den höchsten Tönen.

 

Auf verlorenem Posten stand Laura Robertson beim 0:3 gegen Zhenqi Barthel, so dass nun auf den Schultern von Silbereisen gegen Umemura eine schwere Last lag. Mit dieser Bürde wurde die 25-Jährige gut fertig, denn sie ging mit 11:8 und 12:10 in Führung. Silbereisen legte ein 11:9 nach, und somit trat der Gastgeber zum zwölften Mal in dieser Saison im Abschlussdoppel an. „Kristin unterstrich deutlich, warum sie so gut dasteht. Ihre Labilität in den engen Phasen hat sie abgeschüttelt. Sie lässt ihrem Ärger auch mal freien Lauf, punktet dann auch wieder mit Nachdruck“, erklärte die Geschäftsführerin.

 

 Shan /Jessica Göbel besaßen gegen Schall/Barthel nun wieder alle Chancen, doch es verlief aus Sicht des Tabellenzweiten nicht wunschgemäß, der ein unglückliches 12:14, 6:11 und 12:14 quittierte. „Das Ergebnis zeigt, dass es nicht sonderlich deutlich war. Dennoch geht der Sieg der der DJK in Ordnung – Gratulation. Unter den Vorzeichen sind wir nicht unzufrieden. Keine Mannschaft verliert gern, wir tun das mit Anstand. Letztendlich haben wir uns ordentlich aus der Affäre gezogen.

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Axel Emmert (www.tischtennis.de)