Der FSV Kroppach steht vor dem dritten Titelgewinn in Folge PDF Drucken E-Mail

Erfolgreich will der FSV Kroppach die Saison 2009/2010 beenden. Am liebsten mit einem Sieg beim TTSV Saarlouis-Fraulautern, denn dann wäre die  Meisterschaftskrone zum dritten Mal in Serie im Westerwald deponiert. Sollte dieser Versuch scheitern, so besitzt der FSV tags darauf gegen die DJK TuS Essen-Holsterhausen eine weitere Möglichkeit. Der TV Busenbach begrüßt, nach der Rückzugserklärung,  zum vorerst letzten Heimspiel in der 1. Bundesliga den BFV Hassia Bingen. Ziel ist den zweiten Tabellenplatz zu festigen.

 

  

Sonnabend, 18 Uhr TTSV Saarlouis-Fraulautern – FSV Kroppach

  

Frankfurt/Main. Der TTSV Saarlouis-Fraulautern zeigte sich in der Hinrunde wankelmütig und musste sich mit dem sechsten Tabellenplatz zur Halbzeit begnügen. Doch dank der wiedererstarkten Spitzenspielerin Li Fen (13:0-Bilanz) arbeiteten sich die Saarländerinnen inzwischen nach 10:0-Punkten auf den dritten Tabellenplatz vor. Der FSV Kroppach trat mit der Vorgabe der Titelverteidigung an, doch die Konkurrenz ließ sich nicht so schnell abschütteln wie gedacht. Nun ist es aber endlich soweit, der FSV kann mit einem Sieg beim TTSV Champion werden.

 

 „Für uns ist das kein leichtes Spiel, und Kroppach ist Favorit. Sechs Gegenpunkte zeigen aber auch, dass sie nicht unschlagbar sind. Die Konstellation, dass in unserem letzten Heimspiel dieser Saison der Tabellendritte gegen den Ersten spielt, ist natürlich ein Bonbon für unsere Fans. Sollte sich für uns eine Außenseiterchance entwickeln, werden wir selbstverständlich zugreifen“, sagt TTSV-Manager Heinz Falk. In der ersten Saisonhälfte habe die Mannschaft zehn Minuspunkte kassiert, in der Rückrunde bislang nur zwei.

 

Daraus lässt sich ableiten, dass die Gastgeberinnen nicht ohne Selbstbewusstsein dieses Topspiel angehen. Außerdem ist die Halle im Saarland immer gut gefüllt und die Stimmung entsprechend, so dass das Team mit Sicherheit die Saison mit einer hervorragenden Leistung abschließen will.

  

„Wir haben uns gegen den TTSV immer schwer getan, auch eine reguläre Niederlage war schon dabei. Den Misserfolg im vergangenen Jahr, als zwei unserer Spielerinnen verletzt waren, rechne ich nicht mit. Wir werden alles daran setzen, dass die Meisterschaft nicht nur über das Spielverhältnis entschieden wird“, sagt FSV-Teambetreuer Dennis Leicher.

 

  

Sonnabend, 18 Uhr: TV Busenbach – BFV Hassia Bingen

  

Seit der Saison 2001/2002 gehört der TV Busenbach zu den Spitzenteams der 1. Bundesliga, die Meisterschaft 2005 war einer der Höhepunkte in der Vereinsgeschichte. Nun zieht der Klub freiwillig in die 2. Liga zurück. Darauf basiert das vorerst letzte Heimspiel in dieser Liga gegen die BFV Hassia Bingen. „Wir sind von dem richtigen Schritt überzeugt, und freuen uns auf unsere Mannschaft in der kommenden Saison. Doch so weit sind wir noch nicht. Bingen ist eine nette und sympathische Truppe. Der Auftritt von Abwehrspielerin Ding Yaping verspricht gegen unsere Akteurinnen, die den Angriff bevorzugen, schon im Vorfeld attraktiven Sport“, sagt TV-Geschäftsführerin Sabine Schlatterer.

 

Mit Ding Yaping stand der BFV, beim knappen 2:3 im ersten Vergleich, dann auch die überragende Spielerin mit zwei Einzelpunkten zur Seite. Zurzeit ist auch Nanthana Komwong vor Ort, die den Aufsteiger aus Bingen verstärkt. Beim TV kam in der Hinrunde Jessica Göbel für Laura Robertson zum Einsatz, so dass sich vor dem Rückspiel wieder genügend Aufstellungsvarianten anbieten. „Unsere genaue Formation ist noch offen, aber die Motivation bei allen ist klar, denn es geht um die Vizemeisterschaft. Den zweiten Platz wollen wir verteidigen, außerdem wäre es schön, wenn wir uns mit einem Erfolg aus dem Kurhaus in Waldbronn verabschieden würden“, erklärt die Geschäftsführerin.

 

„Der Anfang, als Neuling in der Liga, lief etwas schleppend. In der Rückrunde hat die Mannschaft noch einmal zugelegt, und inzwischen kann uns nichts mehr passieren. Zwei Punkte wollen wir aus den beiden verbleibenden Spielen noch holen. Mit Nanthana haben wir gute Perspektiven, denn Ding Yaping bestätigte erst am vergangenen Wochenende gegen Tostedt ihre große Qualität, als sie in beiden Einzeln nach einem 1:2-Satzrückstand noch gewann“, sagt BFV-Abteilungsleiter Joachim Lautebach.

 

  

Freitag, 19.45 Uhr Hannover 96 – TuS Bad Driburg

 

 Noch einmal richtig Gas geben will Hannover 96 im neu terminierten Duell gegen den TuS Bad Driburg. „Die Mannschaft will beweisen, dass unser Sieg aus der Hinrunde keine Eintagsfliege war“, setzt 96-Abteilungsleiter Hans Teille großes Engagement voraus. Seinerzeit hatten beide Teams nicht in Bestbesetzung gespielt. Den Kurstädterinnen stand Shi Qi nicht zur Verfügung, bei den Roten aus Hannover fehlten Misaki Morizono und Rosalia Stähr. Die Japanerin ist auch an diesem Wochenende nicht dabei, wohl aber Stähr. „Sich mit einem Sieg aus der 1. Bundesliga, vor den eigenen Fans zu verabschieden, das wäre schon eine feine Sache. Ob wir unser Vorhaben auch in die Tat umsetzen können, hoffentlich. In Bad Driburg hat es ja auch funktioniert“, wünscht sich Teille.

 

Der TuS Bad Driburg möchte in Hannover die Scharrte der Hinrunde mit einem Sieg auswetzen. Der Einsatz von Andrea Bakula ist nicht geplant, die Kroatin soll im abschließenden Heimspiel gegen 3B Berlin noch einmal aktiver werden.  „Im Moment wir wissen noch nicht, mit welcher Mannschaft wir antreten können, denn Elena Waggermayer sitzt mit ihrer Familie in Ägypten fest. Sie wollte aus ihrem Urlaub schon am vergangenen Freitag zurück sein. Li Bin wartet in  Budapest darauf, dass der Flugbetrieb nach dem Vulkanausbruch auf Island wieder Normalität annimmt. Andrea geht es natürlich genauso. Die einzige Spielerin, die wir parat haben, ist Shi Qi. Wir sind auch nicht der FC Barcelona, der für die Mannschaft einen organisatorischen Kraftakt auf sich nehmen kann. Eigentlich freuen wir uns auf die letzten beiden Partien in der 1. Liga, denn es bleibt hundertprozentig dabei, dass wir in der kommenden Saison 2. Liga spielen, aber eventuell müssen wir zwei Spielerinnen unserer Bezirksligatruppe aufbieten“, berichtet TuS-Manager Franz-Josef Lingens über die Notsituation.

 

 

Ein Vorbericht über den letzten gemeinsamen Spieltag, der für Sonntag angesetzt ist, folgt.

 

Martina Emmert (www.tischtennis.de) 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 21. April 2010 um 19:12 Uhr