Kontinuierliche Planung wird belohnt PDF Drucken E-Mail

altalt Christoph Gerhards zum FSV-Titel

Der FSV Kroppach ist zum dritten Mal in Folge und zum insgesamt vierten Mal nach 2002, 2008 und 2009 Deutscher Mannschaftsmeister und somit der erfolgreichste deutsche Verein des Jahrzehnts im Frauen-Tischtennis. Damit wird solide und kontinuierliche Planung belohnt. Der Vorstand versteht es immer wieder, den Westerwäldern eine starke Mannschaft zu präsentieren, indem er Leistungsträgerinnen langfristig bindet. Galt dies in der Vergangenheit für Jie Schöpp und Nicole Struse, so sind nun Europameisterin "Dudu" Jiaduo Wu und die erfahrene Ungarin Krisztina Toth die bewährten Säulen des Teams. Allerdings war es ein Spiel mit dem Feuer, dass sich keine weitere Europäerin in der Mannschaft befand. Nicht auszudenken, welche sportlichen Folgen es gehabt hätte, wenn Wu oder Toth nicht nur punktuell, sondern langfristig mit einer Verletzung ausgefallen wären.

Doch Gefahr erkannt, Gefahr gebannt: In der kommenden Saison kehrt die Bundesliga der Frauen zu Vierer-Mannschaften zurück. Der FSV Kroppach war dagegen und wurde von den anderen Bundesligisten überstimmt. Doch der FSV-Vorstand hat auf diese ungeliebte Entscheidung hervorragend reagiert und mit der aus Ochtendung stammenden Nationalspielerin Kristin Silbereisen und Busenbachs langjähriger Spitzenspielerin Xiao Na Shan das Team weiter verstärkt. Hinzu kommt die talentierte Anja Schuh, die nicht nur als Ersatzspielerin fungieren wird, sondern unabhängig von Verletzungen ihrer Mannschaftskameradinnen auf jeden Fall ihre Einsätze in der Bundesliga bekommen soll.

Angesichts dieser sehr ausgeglichen und stark besetzten Kroppacher Mannschaft 2010/2011 wird sich die Konkurrenz im Titelkampf sicherlich noch manches Mal fragen, ob es klug war, von der spannenden Konstellation mit Dreier-Teams abzurücken. Es wird nicht einfacher werden, den FSV nach seinem Titel-Hattrick zu stoppen - ganz im Gegenteil. Auch 2011 wird der Meister wohl aus Kroppach kommen. . .

 
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Westerwälder Zeitung vom Montag, 26. April 2010, Seite 23.