WM in Moskau - Deutschland schlägt Rumänien und erreicht Viertelfinale PDF Drucken E-Mail
Deutschlands Damen haben ihren Siegeszug bei der Mannschafts-WM in Moskau fortgesetzt und sind ins Viertelfinale eingezogen. Das Team bezwang in der Runde der besten 16 die Nummer sechs der Setzliste, Rumänien. Damit glückte die Revanche für die Niederlage in der gleichen Runde bei den Weltmeisterschaften im chinesischen Guangzhou vor zwei Jahren. In Russlands Hauptstadt erwiesen sich die Deutschen als Marathon-Trio mit den besseren Nerven am Ende: drei der vier Partien endeten im fünften Satz.

Zwei Punkte holte Wu Jiaduo (Kroppach). Die 32-jährige Europameister besiegte mit einer starken und hoch konzentrierten Leistung die Nummern 19 und 26 der Weltrangliste, Daniela Dodean und Elizabeta Samara. Die 17-jährige WM-Debütantin Sabine Winter (Schwabhausen) sorgte im Teenager-Duell mit der zwei Jahre jüngeren Bernadette Szocs für den dritten Zähler. Für Winter war es der erste Sieg in ihrem dritten Einsatz bei dieser WM. Schon zuvor hatte sie gegen favorisierte Gegnerinnen aus Singapur und Tschechien gut präsentiert. Von den rund 30 mitgereisten deutschen Fans gab es nach dem 3:2 zurecht stehende Ovationen.

Gewohnt unbekümmert begann die Zweitligaakteurin die Partie. Für das, was bei 2:1 in Sätzen, einer 9:5-Führung und dem möglichen Sieg vor Augen nach außen aussah, wie die Angst vor der eigenen Courage, hatte Sabine Winter eine andere Erklärung: "Sie hat da einfach die Punkte gemacht und viele Bälle getroffen." So konnte die Bayerin ihren einzigen Matchball in diesem Satz bei 12:11 nicht nutzen. Doch typisch Winter: Im fünften Durchgang war das Ganze vergessen. Ab der Satzmitte erspielte sich die Deutsche Doppel-Meisterin eine komfortable Führung, die sie bis zum 11:6 hielt. Was nach außen cool wirkte, sah in der Spielerin anders aus: "Ich wusste vor, während und nach dem Spiel, wie wichtig es ist, zu gewinnen. Ich war viel nervöser als vorher und war auch schon mal lockerer", bekannte Winter.

Gegner im Viertelfinale: Hongkong

Im Auftakteinzel war auch Kristin Silbereisen nah dran am Erfolg. Die amtierende Deutsche Einzel-Meisterin vom TV Busenbach erkämpfte sich nach 0:2-Satzrückstand gegen die 22 Plätze über ihr in der Weltrangliste rangierende Samara noch den Satzausgleich, geriet jedoch in Durchgang fünf zu schnell ins Hintertreffen und unterlag mit 8:11.

Gegner im morgigen Viertelfinale ist die Auswahl Hongkongs, die in der Vorrundengruppe C die an Position drei gesetzten Südkoreanerinnen auf Platz zwei verwiesen hatten. Das Spiel beginnt um elf Uhr deutscher Zeit.

Deutschland - Rumänien 3:1
Kristin Silbereisen - Elizabeta Samara 2:3 (-10,-9,10,3,-8)
Wu Jiaduo - Daniela Dodean 3:2 (1,-5,-11,-10,6)
Sabine Winter - Bernadette Szocs 3:2 (10,-8,5,-12,6)
Wu - Samara 3:1 (-5,7,4,9)

Ungarn - Taiwan 3:1
Niederlande - Polen 1:2
Südkorea - Kroatien 3:1

Die an den Positionen eins bis vier gesetzten China, Singapur, Hongkong und Japan haben ein Freilos in dieser ersten Hauptrunde.

SH (www.tischtennis.de)