Der FSV Kroppach will zurück auf den Thron in der Tabelle PDF Drucken E-Mail

Wie von vielen Insidern vor der Saison getippt, liegen der ttc berlin eastside und der amtierende Deutsche Meister FSV Kroppach an der Tabellenspitze. Mit Siegen gegen den TSV Schwabhausen und beim MTV Tostedt will sich der FSV wieder vor den Berlinerinnen drapieren. Der Meisterschaftskonkurrent lässt ebenfalls keine Zweifel aufkommen sich gegen den Aufsteiger TTK Anröchte erfolgreich in Szene zu setzen. Vor richtungsweisenden Partien stehen die Verfolger SV Böblingen, TTSV Saarlouis-Fraulautern und BFV Hassia Bingen.



 Freitag, 19.30 Uhr: FSV Kroppach – TSV Schwabhausen

Frankfurt/Main. Der FSV Kroppach gibt sich nach dem hervorragenden Saisonauftakt gegen die guten Konkurrenten TTSV Saarlouis-Fraulautern und BFV Hassia Bingen selbstbewusst genug, die beiden Aufgaben des dritten Spieltages mit einem Sieg zu bewältigen. „Wie immer werden wir unserem Gegner mit dem nötigen Respekt begegnen. Der Aufsteiger TSV Schwabhausen hat schon eindrucksvoll gezeigt, wie gefährlich die Mannschaft für jeden Gegner werden kann“, sagt FSV-Teambetreuer Dennis Leicher.  Die Nummer zwei der Gastgeberinnen, die Europameisterin von 2009 Wu Jiaduo, scheint derzeit nicht in Bestform zu sein, was beim Teamchef wenig Anlass zur Sorge gibt: „Dudu war immerhin schon Europameisterin, und die Spitze liegt ganz eng zusammen, wie die Ergebnisse gezeigt haben. So etwas kann passieren. Sie ist ehrgeizig genug, nun wieder eine Schippe draufzulegen.“ Das Los einer guten Spielerin sei, dass sie immer im Blickpunkt stehe. „Dann geben nicht so optimale Resultate auch gleich Anlass zur Diskussion. Dudu ist nach solchen Rückschlägen immer wieder aufgestanden. Wir müssen sehen, dass sie ihre Leistung wieder stabilisiert. Dass nach einem sehr starken Spiel wie gegen Ding Yaping (Bingen) nicht im zweiten Einzel eine Niederlage gegen Zhenqi Barthel folgt“, erklärt der Teamchef. Wu Jiaduo spielt in einem komplexen Team, das eine schwächere Phase einer Spielerin auffängt und kompensiert.

Nach zwei Spielen, die 1:3 Punkte brachten, hat Aufsteiger TSV Schwabhausen einen Vorgeschmack darauf bekommen, wie eng Sieg und Niederlage bei einander liegen können. „Das 3:6 gegen Böblingen war für uns perfekt zum Lernen. Sie haben uns unsere Schwächen an und neben Tisch aufgezeigt. Diese Erkenntnisse benötigen wir, um daraus Stärke zu entwickeln. Das betrifft auch Sabine Winter, die von ihren Gegnern, nach ihrem steilen Aufstieg, auf das Genaueste studiert wird. Beim FSV stoßen wir nun an die Spitze der Liga, und auch da müssen wir uns hinein fühlen“, sagt TSV-Trainer Alexander Yahmed. Er hoffe, dass sein Team den Gastgeber ein wenig aus der Reserve locken könne. „Kroppach ist natürlich haushoher Favorit. Ich erwarte von unserer Mannschaft, dass sie die Dominanz anerkennen, aber während der Spiele dies abschütteln. Jede Spielerin soll das Bestmögliche versuchen, und in diesem Punkt liegen unsere Ansprüche hoch. Auch bei einem 0:5 erwarte ich, dass wir in der sechsten Partie voll bei der Sache sind“, berichtet der Trainer.

Sonntag, 11 Uhr: MTV Tostedt – FSV Kroppach

 

Der MTV Tostedt will den Kopf vor dem Spiel gegen den FSV Kroppach nicht in den Sand stecken. „Wir wollen ein ordentliches Heimspiel abliefern und nicht mit dem Gedanken - das hat keinen Sinn - an den Tisch gehen“, sagt MTV-Teamchef Friedel Laudon. Das eindeutige Übergewicht sieht Laudon im unteren Paarkreuz bei den Gästen. „Es gibt sicher viele Vereine, die sich die Finger lecken würden, wenn sie Kristin Silbereisen und Krisztina Toth für das

Spitzenpaarkreuz gewinnen könnten. Doch wir werden versuchen dem FSV so viele Steine wie möglich in den Weg zu legen. Wir haben aber diesmal nichts zu verlieren“, meint der Teamchef. Im oberen Paarkreuz zeigte Irene Ivancan schon gute Leistungen gegen Wu Jiaduo, Han Ying und Shan Xiao Na kennen sich schon aus Zeiten, als beide noch beim TV Busenbach unter Vertrag standen. Hier könnte sich durchaus der ein oder andere Gegenpunkt entwickeln. „Das einzige Glückselement bei diesem System sind die Doppel. Wie unsere Zusammensetzung aussieht ist ausrechenbar, wer aber Position eins oder zwei übernimmt, das ist offen. Und da lassen wir uns nicht in die Karten schauen. Wir sind realistisch und wissen, dass wir zu 90 Prozent keine Chance haben, was wir auch akzeptieren. Da hängt mir der Punktverlust vom vergangenen Spieltag schon mehr nach“, berichtet Laudon.

 

„Die Niedersachsen sind für uns im oberen Paarkreuz mit zwei Abwehrspielerinnen nicht ganz einfach besetzt. Unser Prunkstück ist das untere Paarkreuz, doch ganz ohne Unterstützung von oben ergibt sich der geplante Sieg natürlich nicht“, sagt FSV-Teambetreuer Dennis Leicher.
 
Martina Emmert (mehr auf www.tischtennis.de)