BFV Hassia Bingen triumphiert im Saarland PDF Drucken E-Mail
Mit einem in der Höhe sicher nicht erwarteten 6:3 schockt der BFV Hassia Bingen den gastgebenden TTSV Saarlouis-Fraulautern. Dabei ging auch die langandauernde Erfolgsserie von Spitzenspielerin Li Fen zu Ende, die gegen Ding Yaping unterlag. Mit einem 6:1 verbuchte der FSV Kroppach gegen Aufsteiger TSV Schwabhausen den erhofften Pflichtsieg.

FSV Kroppach – TSV Schwabhausen 6:1

 

Der amtierende Deutsche Meister FSV Kroppach landete gegen den TSV Schwabhausen einen Sieg, der für Überlegenheit spricht. „Mehr als ein bisschen ärgern war für den TSV nicht drin“, sagte dann auch Teamchef Dennis Leicher. Den Ehrenpunkt für die Gäste erspielte das Doppel Yang Ting/Agnes Kokai gegen Kristin Silbereisen/Anja Schuh. Beim FSV kam mit Anja Schuh erstmalig das 16-jährige Nachwuchstalent zum Einsatz, das zur Mädchennationalmannschaft gehört. Beim Aufsteiger fehlte überraschend Bao Di, dafür trat die Ungarin Agnes Kokai an.

„Wir quittierten die erwartet klare Niederlage. Lediglich Kathrin Mühlbach schaffte im Einzel einen Satzgewinn. Sabine Winter führte gegen Wu Jiaduo mit 10:7 im ersten und 10:8 im zweiten Satz. Sie wusste ihre Chancen nicht zu nutzen, so dass die ehemalige Europameisterin sich ein 12:10, 13:11 und 11:9 nicht nehmen ließ“, sagt TSV-Pressesprecher Harald Dannhauer.

„Unsere Nummer eins Shan Xiao Na ließ eine weitere Leistungssteigerung erkennen. Dudu hatte drei Sätze lang gegen Sabine Winter Probleme, aber am Ende packte sie es immer mit zwei Punkten die Nase vorn zu haben. Auch Krisztina Toth fand ihren Rhythmus gegen Kathrin Mühlbach nur schwer, aber letztendlich war unser Sieg auch in der Höhe in Ordnung“, erklärte Leicher.  

TTSV Saarlouis-Fraulautern -BFV Hassia Bingen 3:6

 

Der BFV Hassia Bingen hat den im Vorfeld gut gelaunten TTSV Saarlouis-Fraulautern kräftig die Suppe versalzen. Die Doppel sollten sich schon entscheidend auf den Spielverlauf auswirken, denn hier ließ der Gastgeber eine dicke Chance ungenutzt. Bei Maria Fazekas/Laura Matzke wendete sich ein 0:2-Rückstand gegen Zhenqi Barthel/Dana Hadacova zu einem 11:9 im fünften Satz zum Guten. Li Fen/Petrissa Solja ließen sich dagegen nach einem 6:11, 11:7, ein 7:1 zum 10:12 gegen Ding Yaping/Laura Robertson aus der Hand nehmen. Einem 11:4 folgte ein 4:0. „Spätestens zu diesem Zeitpunkt glaubte ich an einen Sieg. Die Beiden hätten gewinnen müssen, doch der Satz lief zum 7:11 noch aus dem Ruder. Da Li Fen anschließend gegen Zhenqi Barthel punktete, hätte ein 3:0 zu unseren Gunsten vielleicht den BFV beeindruckt“, analysierte TTSV-Manager Heinz Falk. Die Ungarin Maria Fazekas blieb dann gegen eine überragend aufspielende Ding Yaping ebenso ohne Möglichkeiten, wie später Li Fen.  „Li Fen hat nach 17 Erfolgen das erste Mal wieder verloren. Aber wir erkennen die Stärke von Ding Yaping, das war eine tolle Vorstellung von ihr, und der gesamten Mannschaft an. Die Nummer eins der Bingerinnen setzte nicht einen Vorhandschuss neben den Tisch. Uns wurde wieder einmal deutlich aufgezeigt, welchen hohen Stellenwert die Punkte von Li Fen für uns besitzen. Ihre Niederlage war letztendlich unser Genickbruch, obwohl sie wirklich nicht schlecht gespielt hat“, berichtete Falk.

Als besonders erfreulich hob der Manager die Leistung von Neuzugang Laura Matzke hervor, die im Doppel und ihrem Einzel gegen Laura Robertson an zwei der drei Gegenpunkte beteiligt war. „Laura spielt richtig gut, damit hatte ich so gar nicht gerechnet“, lobte Falk. Weit hinter ihrer Form agiert Petrissa Solja, die sowohl gegen Dana Hadacova, als auch gegen Laura Robertson deutliche Niederlagen zu verkraften hatte. „Das ist noch nicht die Petrissa, die wir kennen. Die letzten Wochen und Monate sind wohl nicht spurlos an ihr vorüber gegangen“, erklärte der Manager. Die Mannschaft habe gewusst, dass mit Bingen eines der Topteams der Liga komme, die sie nun erst einmal auf das Normalmaß zurück gestutzt hätten.

„Ding Yaping zeigte was sie kann, und sie war unglaublich aktiv. Ihre Souveränität war schon genial. Aber besonders freut es mich, dass wir ein Team haben, in dem jede Spielerin punkten kann. Dana Hadacova hat einen guten Lauf. Sie führte auch schon gegen Laura Matzke. Laura Robertson ist eine exzellente Doppelspielerin, und sie markierte gegen Petrissa Solja unseren Siegpunkt. Zhenqi Barthel gab Maria Fazekas überhaupt keine Chance. Wir sind mehr als zufrieden, denn in der Höhe haben wir nicht mit einem Sieg gerechnet“, freute sich BFV-Abteilungsleiter Joachim Lautebach. Heute wolle die Mannschaft gegen den TSV Schwabhausen auf der Hut sein und nachlegen.

 

Martina Emmert (www.tischtennis.de)