Der FSV Kroppach spielt meisterlich auf und bleibt die Nummer eins in Rheinland-Pfalz PDF Drucken E-Mail

Tabellenführer FSV Kroppach gibt sich gegen die BFV Hassia Bingen keine Blöße und gewinnt ungefährdet mit 6:1. Lediglich Ding Yaping schafft gegen Shan Xiao Na den Ehrenpunkt.

FSV Kroppach – BFV Hassia Bingen: 6:1

Kroppach. Der amtierende Deutsche Meister und Tabellenführer FSVKroppach erwischte gegen die BFV Hassia Bingen einen Auftakt nach Maß. Shan Xia Na/Kristina Toth gewannen ihr Doppel 3:1 gegen Ding Yaping/Laura Robertson, und Wu Jiaduo/Kristin Silbereisen servierten die Deutsche Meisterin Zhenqi Barthel/Dana Hadacova sogar mit einem deutlichen 11:9, 11:6 und 11:4 ab.
 

Starker Auftritt von Kristin Silbereisen vom FSV Kroppach

 
„Im Doppel haben unsere Spielerinnen ein wahres Feuerwerk abgebrannt. Nach diesem 2:0 wussten auch unsere Gäste, dass es fast unmöglich für sie wird bei uns zu punkten“, sagte FSV-Teambetreuer Dennis Leicher.

„Wir gerieten nach dem 0:2 unheimlich unter Druck. Beide gegnerischen Duos spielten aber auch sehr stark“, bestätigte BFV-Abteilungsleiter Joachim Lautebach.

Diesem fulminanten Start ließ Wu Jiaduo ein unerwartet deutliches 11:3, 11:2 und 11:9 gegen Barthel folgen. Damit glückte ihr die Revanche für die Finalniederlage bei der Deutschen Meisterschaft in Bamberg mehr als eindrucksvoll. „Dudu hat Zhenqi gleich den Zahn gezogen. Sie agierte stabil und nahezu fehlerfrei, einfach nur gut. Dudu war hoch überlegen“, erklärte Leicher.

Das erste Lebenzeichen der Gäste gab Ding dann im Spiel gegen Shan von sich. Den zweiten Satz holte sich die Kroppacherin zwar mit einem klaren 11:2, aber insgesamt war sie gegen das sichere Defensivspiel ihrer Kontrahentin machtlos. Da Silbereisen und Toth im Eiltempo gegen Hadacova und Robertson nachlegten, war dieser kleine Schönheitsfleck locker zu verkraften. „Unsere Spielerinnen verfügen über Selbstvertrauen ohne Ende. Einige Bälle von Kristin erinnerten mich an Liu Shiwen - sensationell“, freute sich der Teambetreuer. Die Chinesin Liu Shiwen trat in der Saison 2007/08 für den FSV an und ist mittlerweile die Nummer fünf der Weltrangliste.

Auch in der Hinrunde baute sich der Spitzenreiter ein 5:1 auf, ehe sich die BFV noch einmal zu verstärkter Gegenwehr anschickte und beinahe ein Remis erreicht hätte. Diesmal gerieten die Gastgeberinnen jedoch nicht mehr ins Wackeln, denn Wu legte gegen Ding ein 7:11, 11:6, 12:10 vor, und auch Shan befand sich gegen Barthel beim 11:4, 11:6, 9:11 und 10:8 auf der Siegerstraße. Gleich den ersten Matchball nutze die Chinesin zum 11:8. Doch diese Partie kam letztendlich nicht mehr in die Wertung, weil Dudu mit einem weiteren 12:10, nach einem 1:6-Rückstand, Defensivass Ding schachmatt setzte.

„Wir haben Rhythmus und Tempo vorgelegt und waren die Aktiveren. Während des gesamten Spiels musste ich zu keiner Auszeit greifen. Deshalb ist der Sieg auch in dieser Höhe verdient“, sagte Leicher zufrieden.

„Ding führte gegen Wu noch 10:8 im vierten Satz und wer sie kennt, weiß, dass sie auf jeden Fall gewinnen wollte. Bei Zhenqi war nach der Deutschen Meisterschaft jetzt die Luft raus. Wir hatten uns insgeheim etwas mehr erhofft. Zumindest wollten wir den Verlauf enger gestalten. Wir müssen sportlich akzeptieren, dass wir wohl gegen den kommenden Deutschen Meister verloren haben“, resümierte Lautebach.

Martina Emmert (www.tischtennis.de)

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 12. März 2011 um 09:32 Uhr