Volkswagen 2011 Cup - Platz zwei für Wu Jiaduo und Timo Boll PDF Drucken E-Mail

Guangzhou. Die Volkswagen 2011 Cup Bilanz fällt aus deutscher Sicht durchweg positiv aus. Sowohl Timo Boll als auch Wu Jiaduo beendeten das mit 250.000 US-Dollar dotierte Einladungsturnier des Weltverbandes ITTF auf Platz zwei. Die 50.000 US-Dollar Siegprämie plus einen Neuwagen des Titelsponsors strichen Weltmeister Wang Hao und Landsfrau Li Xiaoxia ein. Im Spectacular Pairs Showprogramm belegte Nicole Struse an der Seite von Schwedens Mikael Appelgren ebenfalls Platz zwei.

Wang Hao mit Anlauf

Im Herren-Finale trafen die beiden topgesetzten Spieler der Veranstaltung aufeinander: Weltmeister Wang Hao sowie der Titelverteidiger und Weltranglistenerste Timo Boll. Nach verlorenem ersten Satz gewann der Rekordeuropameister die Durchgänge zwei und drei souverän. „Timo hatte im ersten Satz durchaus seine Chancen, konnte diese aber nicht nutzen. Er hätte mit 3:0 führen können und dann wird es für Wang Hao natürlich richtig schwer“, konjunktivte Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf. „Nichtsdestotrotz kann Timo mit seiner Leistung mehr als zufrieden sein. Er hat sich gut bewegt und Wang Hao eine Partie auf einem sehr hohen Niveau geboten.“ Für den Silberrang wird Boll mit einem Preisgeld von 25.000 US-Dollar entlohnt.

Wu Jiaduo mit gutem Start

Wie schon im Viertel- und Halbfinale ging Wu Jaiduo auch im Endspiel gegen die Weltranglistenzweite aus China, Li Xiaoxia, als Außenseiterin an den Tisch. Aus dieser Rolle heraus hatte „Dudu“ gestern bereits Kim Kyung Ah und Li Jiao bezwingen können. Die Chinesin war also gewarnt, ließ sich im ersten Satz aber dennoch von der Europameisterin von 2009 überraschen. 12:10 für Wu Jiaduo. Mit fortwährender Spieldauer kam die Titelverteidigerin allerdings immer besser in die Partie und sicherte sich binnen drei Monaten den zweiten Volkswagen Cup Titel in Serie. Schon im Dezember 2010 hatte Li Xiaoxia in Braunschweig triumphiert. „Dudu hat trotz der Finalniederlage ein sehr gutes Turnier gespielt“, lobte Jörg Roßkopf, der in Abwesenheit von Kollege Jörg Bitzigeio beide deutschen Starter an der Box betreute. „Li Xiaoxia konnte sich von Satz zu Satz steigern und hat am Ende verdient gewonnen, auch

Wusste in Guangzhou zu überzeugen: Wu Jiaduo (Foto: Schillings) Wusste in Guangzhou zu überzeugen: Wu Jiaduo (Foto: Schillings)
wenn Dudu durchaus ihre Möglichkeiten hatte. Alles in allem war es für sie ein sehr bedeutendes Turnier. Neben vielen Weltranglistenpunkten nimmt sie auch eine ganze Menge Selbstvertrauen mit. In China in einem Finale zu stehen, ist schon etwas ganz Besonderes.“

(MO www.tischtennis.de)