FSV Kroppach behält die „weiße Weste“ PDF Drucken E-Mail

Berlin besiegt und viel gefeiert

Von unserem Redakteur Christoph Gerhards

Kroppach. Als Kristin Silbereisen am Sonntag um 16.15 Uhr gegen die starke Petra Lovas ihren dritten Matchball zum 13:11 im fünften Satz verwandelte, hatte der alte und neue Deutsche Meister FSV Kroppach die Bundesliga-Saison nicht nur mit einem 6:3-Sieg über den TTC Berlin abgeschlossen, sondern die Spielzeit auch mit der makellosen Bilanz von 32:0 Punkten gekrönt. Ohne Verlustpunkt waren zuletzt 1994 die Frauen aus Steinhagen Meister geworden.

Erleichtert wurde die letzte Aufgabe dadurch, dass die Berlinerinnen ohne Spitzenspielerin Song Ah Sim angereist waren und die an den Kreuzbändern verletzte Spielertrainerin Tanja Hofmann an Position zwei ihr Doppel mit Andrea Bakula sowie ihre zwei Einzel kampflos abgeben musste.

Dennoch wehrten sich die Gäste aus der Hauptstadt nach Kräften. So brachten Pota/Lovas dem Kroppacher Doppel Shan/Toth dessen erste und einzige Saison-Niederlage bei. „Schade, den Beiden hätte ich es gewünscht, dass sie auch dieses Spiel noch ungeschlagen überstehen“, meinte FSV-Teamchef Dennis Leicher, der gerne darüber hinweg sah, dass Krisztina Toth einen schwachen Tag erwischt hatte: „Sie hat in dieser Saison mit ihren 37 Jahren so viel für uns geleistet, da muss man verstehen, dass sie in diesem letzten Spiel für die Statistik nicht mehr ihre Bestleistung abruft.“

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Kristin Silbereisen gewann gegen Berlin zwei Fünfsatz-Einzel und feierte anschließend mit dem FSV Kroppach ihren ersten DM-Mannschaftstitel.

Zwar nicht beständig, doch mit großem Siegeswillen präsentierte sich Kristin Silbereisen, die sich in jeweils fünf Sätzen gegen Andrea Bakula und Petra Lovas durchsetzte und die anschließenden Feierlichkeiten wie Shan Xiao Na besonders genoss. Diese beiden vor der Saison aus Busenbach gekommenen Spielerinnen wurden zum ersten Mal mit dem FSV Kroppach Meister.

Nach dem Spiel, dem mehr als 200 Zuschauer in der proppenvollen Halle einen würdigen Rahmen gaben, folgte die Siegerehrung durch den DTTB-Präsidenten Thomas Weikert mit allem, was dazugehört: Pokal, Medaillen, Blumen, Geschenke, Sektdusche, Konfetti.

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Den großen Pokal, Medaillen und Blumen gab es für den Deutschen Meister FSV Kroppach bei der Siegerehrung nach dem abschließenden 6:3-Erfolg über Berlin. Von links: Krisztina Toth, Shan Xiao Na, Kristin Silbereisen, Anja Schuh, „Dudu“ Wu Jiaduo und Teamchef Dennis Leicher. Fotos: Jürgen Vohl

Kroppach - Berlin 6:3

Wu/Silbereisen - Bakula/Hofmann kampflos für Wu/Silbereisen; Shan/Toth - Pota/Lovas 11:2, 5:11, 11:6, 7:11, 8:11; Wu - Hofmann kampflos für Wu; Shan - Pota 12:10, 11:8, 11:7; Silbereisen - Bakula 11:6, 6:11, 11:7, 9:11, 11:6; Toth - Lovas 8:11, 7:11, 10:12; Wu - Pota 8:11, 13:11, 2:11, 11:8, 9:11; Shan - Hofmann kampflos für Shan; Silbereisen - Lovas 15:13, 7:11, 8:11, 11:6, 13:11.

 
Westerwälder Zeitung vom Dienstag, 26. April 2011, Seite 28