Mission Titelverteidigung beginnt für den FSV Kroppach PDF Drucken E-Mail
Frankfurt/Main. Der FSV Kroppach beherrscht seit nunmehr vier Jahren die 1. Bundesliga der Damen nahezu nach Belieben. Der Kern der Mannschaft blieb diesmal sogar unverändert bestehen, neu ist lediglich die Nummer fünf, die Russin Anastasia Voronova. Zum Saisonauftakt begrüßt der Klub aus dem Westerwald Aufsteiger TTC Langweid und nichts anderes als ein Sieg der Gastgeberinnen wird erwartet. Der TTSV Saarlouis-Fraulautern, erster Mini-Tabellenführer 2011/12, will auch nach der Partie gegen den Vizemeister der Vorsaison, den ttc berlin eastside, auf der Erfolgswelle schwimmen. Sabine Winter rückt beim TSV Schwabhausen, nach ihrem bärenstarken Saisonbeginn, auch gegen die SV Böblingen in den Fokus. Steht nun Abwehrspezialistin Qianhong Gotsch auf ihrer Abschussliste? In der vierten Begegnung des zweiten Spieltages freut sich der TTC Langweid ganz besonders auf ein Wiedersehen mit Ding Yang von der TTG Bingen/Münster Sarmsheim.

Mission Titelverteidigung beginnt für den FSV KroppachDie Mannschaft des FSV Kroppach gibt sich gut gelaunt 

Freitag, 19.30 Uhr: FSV Kroppach – TTC Langweid

Der Grundstein zum fünften Titelgewinn in Folge soll gelegt werden

Ein wenig hat der Glanz der früheren Duelle dieser beiden erfolgreichen Klubs eingebüßt. Die legendäre Zeit von TTC-Spielertrainerin Csilla Batorfi bleibt unvergessen, als die Vergleiche auf des Messers Schneide tanzten. Auch wenn sich die Bayern inzwischen selbst kleiner machen, so bleibt das Interesse an diesem traditionsreichen Spiel bestehen.

Von Vorfreude auf die Saison spricht FSV-Manager Horst Schüchen, denn die Eröffnung mit einem Mannschaftsessen, an dem auch Freunde und Unterstützer des Vereins teilnahmen, sei in einem sehr netten Abend verlaufen. „Bei einem ersten gemeinsamen Training konnten wir uns überzeugen, dass alle fit und einsatzbereit sind“, sagt Schüchen. Sehr erfreut sei das Management gewesen, das zur offiziellen Mannschaftsvorstellung fast 50 Fans, Sponsoren und Pressevertreter vor Ort gewesen seien. Dabei habe auch der Neuzugang Anastasia Voronova einen sehr professionellen und sympathischen Eindruck erweckt.

„Wir sind uns unserer Favoritenrolle bewusst. Jedoch wissen wir auch, dass jede andere Mannschaft nichts lieber machen würde, als uns ein Bein zu stellen. Aus diesem Grund wird unser Team hoffentlich jedes Spiel konzentriert angehen, dann sollten wir gegen böse Überraschungen gerüstet sein. Und auf das Duell gegen Langweid freuen wir uns ganz besonders“, erklärt Schüchen. Nach anfänglichen Meinungsverschiedenheiten in der Liga habe sich inzwischen ein sehr freundschaftliches Verhältnis zwischen den Vereinen entwickelt. „Wir sind froh, dass die Verantwortlichen in Langweid entschieden haben, diese Saison in der 1. Liga anzutreten“, ergänzt Schüchen.

Im sportlichen Sektor bezeichnet Teambetreuer Dennis Leicher den ersten Gegner als Überraschungsei, der mit der Erfahrung von Aya Umemura und Xue Han Vukelja im oberen Paarkreuz nicht zu unterschätzen sei. „Nach der Auftaktniederlage wird Langweid gegen jeden Kontrahenten alles nach vorn werfen. Geht ein Doppel verloren und im oberen Paarkreuz zwei Einzel, dann wird es schon eng. Im unteren Mannschaftsteil sollten wir allerdings stärker besetzt sein“, ist Leicher überzeugt. Auf die Frage, ob die russische Neuverpflichtung schon eine Chance erhält antwortet der Teambetreuer: „Ich entscheide erst kurz vor dem Beginn wer zum Einsatz kommt. Alle Spielerinnen sollen ausreichend Spannung aufbauen. Von Anastasia war allerdings auch schon Krisztina Toth beim Training begeistert. Das sie Linkshänderin ist, macht sie zusätzlich gefährlich“, berichtet Leicher.

„Wir waren nach dem 2:6 gegen den TSV Schwabhausen schon etwas enttäuscht. Unser Gegner spielte auf höchstem Level, wir nicht. Aya Umemura war körperlich nicht in ihrer besten Verfassung, was aber sicherlich daran lag, dass der ganze Druck auf ihren Schultern lastete. Sie wusste genau, dass von ihren Resultaten alles abhängt. Daran scheitert auch mal eine so erfahrene Spielerin wie Aya. Aber wir sind überzeugt, dass es besser wird“, blickt Gert Jungbauer, Vorsitzender des TTC zurück.

In Kroppach wolle sich die Mannschaft gut verkaufen, dann sei auch eine klare Niederlage in Ordnung. „Und Krisztina Toth könnten wir eigentlich gleich mitbringen, denn unsere ehemalige Spielerin, trainiert immer noch häufig bei uns“, sagt Jungbauer. Toth wurde 2006/07 mit dem TTC Langweid Deutsche Meisterin.  

Martina Emmert (mehr auf www.tischtennis.de)
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 14. September 2011 um 19:12 Uhr