Duell der Giganten PDF Drucken E-Mail
Frankfurt/Main. Bereits am dritten Spieltag muss der fünffache Deutsche Meister FSV Kroppach beweisen, ob die Mannschaft auch in der Saison 2011/12 fest im Sattel sitzt. Zu einem ersten Härtetest der Hinrunde wird am Freitag der ttc berlin eastside erwartet. Der amtierende Vize sorgte mit dem Erfolg gegen den TTSV Saarlouis-Fraulautern für einen Knaller, und der positive Auftakt in der Champions-League bringt zusätzlichen Rückenwind. Nur kurz ist die Verschnaufpause für die Bundeshauptstädterinnen, denn am Sonntag trifft die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim ein, die endlich einmal den Satz, Berlin ist eine Reise wert, für sich in Anspruch nehmen will. Neben diesen beiden Spitzenspielen macht sich das Verletzungspech breit, denn der Einsatz von Laura Matzke beim TTC Langweid, und der von Elke Schall bei der DJK TuS Essen-Holsterhausen steht in den Sternen.  
 
Duell der GigantenKrisztina Toth will mit dem FSV Kroppach überzeugen
 

Freitag, 19.30 Uhr: FSV Kroppach – ttc berlin eastside

Titelverteidiger muss Farbe bekennen

Vor diesem ersten großen Gipfeltreffen in der noch jungen Saison steigt das Barometer der Anspannung bei beiden Mannschaften. Die Gäste aus der Bundeshauptstadt zogen mit dem 6:3 im Saarland bereits einen dicken Fisch an Land. „Das ist nicht von der Hand zu weisen, damit haben sie sich Respekt verschafft, denn der Sieg glückte aufgrund der Verletzung von Irene Ivancan zu Dritt“, lässt FSV-Teambetreuer Dennis Leicher Anerkennung durchblicken. Deshalb rechne er auch mit einem nervenaufreibenden Spiel.

Und der Coach betonte noch einmal, dass der ttc in dieser Saison gefährlicher denn je für seine Mannschaft sei. „Mit Ivancan und Polina Mikhaylova verstärkten sich unsere Gäste mit zwei Abwehrspielerinnen und verfügen somit über ein entsprechend besetztes Doppel. Mit Blick auf uns, sehr sinnvoll“, sagte Leicher. Außerdem verfolge der Verein inzwischen eine ähnliche Schiene wie der FSV. „In den letzten Jahren riss sich die Mannschaft immer an Song Ah Sim hoch. Alle waren auf sie fixiert und auf ihr lastete der gesamte Druck möglichst zwei Einzelpunkte zu markieren. Der Charakter eines Teams zeigt sich, wenn alle gleichermaßen daran beteiligt sind. Das ist bei uns der Fall und in Berlin jetzt auch“, berichtet Leicher. Er wolle die Begegnung nicht vorher auseinander dividieren, damit habe er schlechte Erfahrungen gesammelt. „Aufgrund unserer zahlreichen Erfolge werden wir sicher über genügend 

Petra Lovas vom ttc berlin eastside (Aufnahme: Klaus Maurer)Petra Lovas vom ttc berlin eastside (Aufnahme: Klaus Maurer)
Selbstbewusstsein verfügen, auf jeden Fall erwarte ich spannende und hochklassige Spiele“, meint der Teambetreuer.     

Für die Nummer vier der Kroppacherinnen, die Linkshänderin Krisztina Toth, wartet der erste Einzelauftritt in dieser Serie. Gegen den TTC Langweid spielte die inzwischen 37-Jährige nur Doppel, aber nicht mangels entsprechender Leistung. Beim TTC fehlte Laura Matzke, und deshalb gab Kroppach Neuzugang Anastasia Voronova eine Chance. „Tothi wird ihren Spielwitz nie verlieren. Sie weiß was zu tun ist und präsentiert sich immer sehr fit. Dass sich Krisztina als Nummer 37 der Weltrangliste direkt für Olympia qualifiziert hat, bestätigt ihre Qualitäten voll und ganz“, berichtet Leicher.

„Für mich ist und bleibt Kroppach der Favorit in dieser Saison, also auch gegen uns. Unsere komplette Truppe müsste schon mindestens einhundert Prozent bringen. Wir sind zwar in dieser Serie ausgeglichen besetzt, aber nicht auf solch hohem Niveau wie der FSV. Polina Mikhaylova belegt in der Weltrangliste Position 113“, sagt ttc-Managerin Tanja Krämer. Mit dem Sieg gegen Maria Fazekas (Saarlouis-Fraulautern) hinterließ die 25-jährige Russin jedoch einen hervorragenden Eindruck.

Dass dieses Topspiel zu einem sehr frühen Zeitpunkt angesetzt wurde, sieht Krämer nicht unbedingt negativ: „Zuletzt stand uns Kroppach schon immer mit einem Punktevorsprung gegenüber, der natürlich Sicherheit brachte. Dieser Tatbestand liegt noch nicht vor, vielleicht führt das auch zu ein wenig zur Nervosität bei unseren Gegnerinnen.“

 Martina Emmert (mehr auf www.tischtennis.de)
 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 28. September 2011 um 18:35 Uhr