LIEBHERR WORLD TEAM CUP - Zweimal Hongkong zum Auftakt in Magdeburg PDF Drucken E-Mail
Magdeburg. „Das ist die Auslosung, die keiner wollte“, sagte Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf. Dimitrij Ovtcharov, Patrick Baum, Bastian Steger und Ruwen Filus bekommen es im Viertelfinale des mit 281.000 US-Dollar dotierten LIEBHERR World Team Cups mit Hongkong zu tun und würden bereits im Halbfinale auf China treffen. Europameister Deutschland, auf Basis der Oktober-Teamweltrangliste an Position drei hinter China und Südkorea gesetzt, wurde in die Hälfte mit China gezogen. Es war eine 50-zu-50-Chance – mit dem besseren Ende für Japan, das nun gegen Südkorea antritt.
Hongkong im Viertelfinale ist alles andere als ein Selbstläufer für die deutschen Herren. „Das ist das schwierigste Los, das wir kriegen konnten. Hongkong verfügt über herausragende Spieler mit sehr, sehr viel Erfahrung. Tang Peng, Jiang Tianyi oder Ko Lai Chak haben international viele Topplatzierungen erreicht“, äußerte sich Roßkopf über das Viertelfinal-Los. Hongkong rechnet sich nach der verletzungsbedingten Absage von Timo Boll eine Chance aus. "Wenn Timo nicht spielt, haben wir eine kleine Chance", sagt Chan Kong Wah, der langjährige Erst- und Zweitligaspieler in Deutschland und inzwischen seit langem Nationaltrainer des zweifachen deutschen Auftaktgegners.

Zweimal Hongkong zum Auftakt in MagdeburgIhre Punkte sind gegen Hongkong wieder gefragt: Wu Jiaduo (Foto: MS)

Damen haben gute Erinnerungen an Hongkong

Etwas mehr Losglück hatten die deutschen Damen, die nicht in die Hälfte des Topfavoriten China gezogen wurden. Mit Hongkong traf das deutsche Los die an Position vier gesetzte Nation. Auftaktgegner der deutschen Damen hätten auch China, Singapur oder Japan werden können. An Hongkong, das von der Weltranglistenposition favorisiert ist, hat das DTTB-Team noch gute Erinnerungen, wenngleich Jörg Bitzigeio sagt: „Für uns gab es kein Wunschlos. Wir wussten, dass wir gegen eine der vier Topnationen aus Asien antreten würden. Natürlich ist China nur bedingt spielbar, aber gegen alle anderen drei wäre es auch schwer", so die Meinung des Bundestrainers. Gegen Hongkong war seinem Team bei den Weltmeisterschaften in Moskau 2010 die Überraschung gelungen. Mit dem 3:1-Sieg sicherten sich Deutschlands Damen die Bronzemedaille. Der WM-Erfolg ist allerdings kein Bonus für Magdeburg. "Beim LIEBHERR
World Team Cup ist es ein anderes Spielsystem als bei der WM, daher wird es auch ein ganz anderes Match. Wir freuen uns darauf, das Olympiasystem testen zu können gegen die Topteams, auf die wir auch im nächsten Jahr in London treffen könnten, falls wir uns qualifizieren." 

Das „Olympiasystem“ ist für die Olympischen Spiele 2008 in Peking entwickelt worden. Ein Team besteht dabei aus drei Spielern. Gespielt wird auf drei Gewinnsätze bis zum dritten Punkt für eine Mannschaft. Es werden bis zu vier Einzel und ein Doppel ausgetragen werden, wobei ein Spieler in maximal zwei Partien zum Einsatz kommen kann. Die Aufstellung der Spieler ist frei wählbar.

Hauptturnier

Herren-Viertelfinale am Freitag ab 15 Uhr
China - Russland (15 Uhr)
Deutschland - Hongkong (18 Uhr)
Japan - Gewinner des Play-off-Spiels: Ungarn - Sieger Intercontinental Cup (18 Uhr)
Südkorea - Weißrussland (15 Uhr)

Setzung: 1. China, 2. Südkorea, 3. Deutschland, 4. Japan

Damen-Viertelfinale am Freitag ab 15 Uhr
China - Niederlande (15 Uhr)
Singapur - Gewinner des Play-off-Spiels: Ungarn - Sieger Intercontinental Cup (18 Uhr)
Deutschland - Hongkong (15 Uhr)
Japan - Südkorea (18 Uhr)

Setzung: 1. China, 2. Japan, 3. Singapur, 4. Hongkong

Grundlage der Setzung für den LIEBHERR World Team Cup war die Oktober-Weltrangliste.
 

Intercontinental Cup am Donnerstag ab 10 Uhr

Herren
Ägypten - Kanada 10 Uhr
Brasilien - Australien

Ägypten - Australien 15 Uhr
Brasilien - Kanada

Ägypten - Brasilien 18 Uhr
Australien - Kanada

Damen
Australien - Venezuela 10 Uhr
Nigeria - Kanada

Australien - Kanada 15 Uhr
Nigeria - Venezuela

Australien - Nigeria 18 Uhr
Kanada - Venezuela

FL/SH (www.tischtennis.de)