Der FSV Kroppach vermisst die Höhenluft PDF Drucken E-Mail
Frankfurt/Main. Der fünffache Deutsche Meister FSV Kroppach hat erst zwei Saisonspiele absolviert und liegt aufgrund dessen noch eingekesselt im Mittelfeld. Eine Position die dem Erfolgsklub so gar nicht schmeckt. Mit vier Punkten, die gegen die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim und beim MTV Tostedt eingesackt werden sollen, will sich die Mannschaft weiter freischaufeln. Ein offener Schlagabtausch ist zwischen der TTG Bingen/Münster-Sarmsheim und der SV Böblingen zu erwarten. Mit einem Sieg gegen den TSV Schwabhausen will sich Gastgeber ttc berlin eastside in der Spitzengruppe der Tabelle halten.

 Der FSV Kroppach vermisst die HöhenluftSpitzenspielerin Wu Jiaduo will sich mit dem FSV Kroppach in der Tabelle verbessern

Freitag, 19.30 Uhr: FSV Kroppach – TTG Bingen/Münster-Sarmsheim

Gastgeberinnen vertrauen auf gute Doppel

Für den FSV Kroppach ist bei erst zwei ausgetragenen Spielen in dieser Saison noch alles frisch. Das trifft auf einen Großteil der Mannschaft nicht zu, die in den letzten Wochen, inklusive Vorbereitung, bei zahlreichen internationalen Wettkämpfen Schwerstarbeit zu leisten hatten. „Vor allem unsere Spitzenspielerin Wu Jiaduo ist sehr trainingsfleißig. Sie muss eher gebremst als angetrieben werden. Für unseren Verein war Dudu immer zur Stelle, auch wenn sie vielleicht mal ausgepowert war. Die Spielerinnen freuen sich nach der langen Pause schon wieder als Mannschaft anzutreten“, sagt FSV-Teambetreuer Dennis Leicher. Und diesmal ziehen Kristin Silbereisen und die Ungarin Krisztina Toth auch an einem Strank, und nicht wie im Mannschaftswettbewerb bei der Europameisterschaft, als Silbereisen gegen Toth verlor. Die Nummer zwei Shan Xiao Na habe in der Zwischenzeit kontinuierlich in Düsseldorf trainiert, um ihre gute Form zu wahren.

„Wir sind auf jeden Fall zum Nachlegen verpflichtet, und diese Herausforderung nehmen wir gern an. Natürlich kam uns das 5:5 von Berlin gegen Essen entgegen und ich heule bestimmt nicht darüber, aber auch wir standen in der letzten Saison gegen Bingen kurz vor einem 5:5. Das ist schnell passiert. Doch jede Partie ist auch Tagesform abhängig und deshalb kann es diesmal ganz anders laufen. Wir wollen vor allem unsere Konstanz zeigen, denn nur mit der ist die Deutsche Meisterschaft machbar. Es hilft überhaupt nichts, wenn sich eine Mannschaft nur auf das Topspiel konzentriert und gegen die vermeintlich Kleinen Federn lässt“, erklärt Leicher.

Teamchef Leicher ist ein Verfechter der guten FSV-Doppel und dementsprechend erhoffe er sich, auch gegen die TTG einen optimalen Auftakt, denn der Gegner werde schon sehr ernst genommen.

Die TTG Bingen-/Münster-Sarmsheim überbrückte die sechswöchige Pause in der Liga mit einem Kampf der Geschlechter. „Unsere Mannschaft trat gegen den Herren-Regionalligisten Mainz 05 an. Nicht nur die 80 Fans zeigten sich

Zhenqi Barthel von TTG Bingen/Münster-Sarmsheim (Aufnahme: Petra Steyer)Zhenqi Barthel von TTG Bingen/Münster-Sarmsheim (Aufnahme: Petra Steyer)
von dem 6:4 begeistert, auch die Aktiven beider Seiten hatten viel Spaß. Die Mainzer drohten uns schon eine Revanche an. Nebenbei konnten wir auch rund 200 Euro für unsere Tribüne sammeln. Ein Bisschen fehlt noch, aber wir hoffen noch in dieser Saison zur Tat schreiten zu können“, berichtet TTG-Geschäftsführer Gert Selig.

Das kommende Wochenende beinhalte zwei schwere Spiele. „Wir werden versuchen, Kroppach ein wenig zu ärgern. Damit wir etwas reißen können, müssen wir allerdings einen sehr guten und der FSV einen sehr schlechten Tag erwischen. Ich denke schon, dass die Spielerinnen genervt sind, dass sie gegen den Deutschen Meister immer verlieren. Aber gerade deshalb werden sie alles probieren die Schallmauer zu durchbrechen“, lässt Selig Motivation erkennen. Ein Vorteil sei vielleicht, dass sich Zhenqi Barthel, die nicht für den World Team Cup nominiert war, ein wenig habe regenerieren können. „Wu Jiaduo und Kristin Silbereisen waren ja im Dauereinsatz“, ergänzt der Geschäftsführer.

 Sonntag, 10.30 Uhr: MTV Tostedt – FSV Kroppach

MTV-Spitzenspielerin Han Ying ist im Einzel noch ungeschlagen

Nach Aussagen von MTV Tostedt-Pressesprecher Sebastian Fengler will die Mannschaft dem Deutschen Meister aus dem Westerwald ganz locker und ohne Druck begegnen. „Nach unserem erfolgreichen Wochenende im Süden 

Han Ying vom MTV Tostedt besitzt im Einzel eine weiße Weste (Aufnahme: Michael Raubold)Han Ying vom MTV Tostedt besitzt im Einzel eine weiße Weste (Aufnahme: Michael Raubold)
der Republik haben wir uns mit zwei wichtigen Siegen von dem Abstiegsplatz distanziert. Wohlwissend, dass mit dem FSV nun ein ganz anderes Kaliber in die Nordheide kommt“, so Fengler. Die große Stärke liege beim FSV im unteren Paarkreuz mit Kristin Silbereisen und Krisztina Toth. Die Ungarin sei jedoch im Einzel noch nicht aktiv gewesen. „Diese Position übernahm Neuzugang Anastasia Voronova, sodass fraglich bleibt, wer gegen uns aufläuft. Wir wollen dem Favoriten möglichst lange Paroli bieten“, meint der Pressesprecher. Vielleicht lasse sich der eine oder andere Sieg einfahren.  

 

„Die 4:0 Punkte von Tostedt haben uns keine Angst eingejagt. Respekt haben wir wie immer vor jedem Gegner. Natürlich kann der Rückenwind aus den Pflichtsiegen die Mannschaft beflügeln, aber Wu Jiaduo spielte zuletzt gut gegen Han Ying. Shan Xiao Na zeigte beim engeren Rückspiel in der Saison 2010/11 oben auch eine starke Leistung. Inzwischen fehlt dem MTV Irene Ivancan und Tasiana Kostromina war lange weg. Wir sind optimistisch Punkte zu sammeln, die uns in der Tabelle nach oben bringen“, sagt FSV-Coach Dennis Leicher.

 


Martina Emmert (mehr auf www.tischtennis.de)