Der FSV Kroppach lässt sich die Herbstmeisterschaft nicht nehmen PDF Drucken E-Mail
Böblingen. Der amtierende Deutsche Meister FSV Kroppach hat sich im Laufe der Hinrunde erneut als das Nonplusultra der Liga präsentiert. Allein die Ergebnisse an diesem Spieltag sprechen eine sehr deutliche Sprache, denn beim SV Böblingen gewann der FSV 6:2. Nach den beiden Nullnummern gegen die DJK TuS Essen-Holsterhausen und beim TSV Schwabhausen führt die Mannschaft mit 14:0 Punkten die Tabelle an, sodass die Herbstmeisterschaft bereits als vorgezogenes Weihnachtsgeschenkt gefeiert wurde.

 Der FSV Kroppach lässt sich die Herbstmeisterschaft nicht nehmenKristin Silbereisen vom FSV Kroppach (Aufnahme: Petra Steyer)

SV Böblingen – FSV Kroppach 2:6

Gäste verfügen über geniale Doppel

Der FSV Kroppach hat sich für seine dritte Partie an diesem Spieltag, vor 225 Zuschauern, noch ausreichend Kraftreserven bewahrt. Nach dem jeweiligen 6:0 gegen Essen-Holsterhausen und in Schwabhausen, startete der Spitzenreiter auch bei der SV Böblingen mit einem 2:0 in Doppeln meisterlich. Und das, obwohl der Tabellensiebte zuvor auch erst zwei Doppel-Niederlagen in fünf Spielen quittierte. Lediglich die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim durchbrach in dieser Hinrunde die Schallmauer und knöpfte der Ausnahmemannschaft einen Punkt in der Auftaktphase ab.

In der Liga werden die stärksten Einzel-Spielerinnen stets zu Gejagten. Wer weiß das besser, als die Nummer eins der SV, Qianhong Gotsch, die sich seit Jahren zu diesem elitären Kreis zählen darf. Seit dem gestrigen Sieg in Schwabhausen führt Shan Xia Na aus Kroppach knapp die Topten-Liste an. Gotsch holte sich die Trophäe mit einem 11:6, 11:7 und 19:17. Im dritten Satz vereitelte Shan sechs Matchbälle, sie ließ aber auch selbst zwei Satzbälle ungenutzt. Wu Jiaduo erhöhte gegen Nicole Struse sicher mit einem 3:0. Nur im dritten Abschnitt vergrößerte sich die Gegenwehr von Struse, die nach einem 4:7 risikofreudiger agierte und nur knapp 12:14 scheiterte.   

Krisztina Toth spielte sich nach einem 10:12 gegen Xu Yanhua zum glatten 3:1 ebenso frei, wie am Nebentisch Kristin Silbereisen. Die Nummer 60 der Weltrangliste zeigte ihrer jungen Konkurrentin, deren Defensivverhalten nicht dauerhaft gefährlich war, beim 11:5, 11:5, 6:11 und 11:4 letztendlich klar die Grenzen auf. Das 5:1 ging zur Pause auch in diesem Umfang voll in Ordnung.

Den zweiten Gegenpunkt verdiente sich erneut ohne Satzverlust Gotsch gegen 

Im Einzel gleich zweimal erfolgreich, Qianhong Gotsch von der SV Böblingen (Aufnahme: Rainer Oppenheimer)Im Einzel gleich zweimal erfolgreich, Qianhong Gotsch von der SV Böblingen (Aufnahme: Rainer Oppenheimer)
Wu Jiaduo. Kein Beinbruch aus Sicht des amtierenden Deutschen Meisters, denn Shan Xiao Na überzeugte gegen Struse mit einem 11:9, 11:3 und 11:9.

„Unsere Spielerinnen lassen keinen Deut nach, sind gierig auf jeden einzelnen Sieg, und geben dem Verein das zurück, was wir einsetzen“, sagte FSV-Teambetreuer Dennis Leicher erfreut. Diesmal sei er sich nach dem 2:0 in den Doppeln noch nicht hundertprozentig sicher gewesen. „Erst als Dudu und Tothi gewannen, wusste ich, dass nichts mehr schiefgeht. Dudu spielte nach der Hinrundenniederlage in der Saison 2010/11 gegen Nicole diesmal ganz konsequent. Bei Krisztina muss ich mir eigentlich keine Sorgen machen. Auch nach einem 4:7 im dritten Satz gegen Xu Yanhua kann ich mich auf ihren guten Kopf verlassen. Sie wusste genau was zu tun war. Shan und Hongi lieferten ein sehr gutes Spiel ab. Vor allem in den ersten beiden Sätzen erhielt Shan keine Chance Druck aufzubauen. Wenn sie den dritten Satz positiv abgeschlossen hätte, wäre das Match vielleicht gekippt. Kristin agierte gegen Rosalia Stähr überhaupt nicht überhastet, weil sie möglichst schnell die Punkte versenken wollte. Mit Geduld und Ruhe kam sie zum Ziel.“, berichtete Leicher.  

Martina Emmert (www.tischtennis.de)