Meister Kroppach will zurück an die Spitze PDF Drucken E-Mail
Nach der WM muss FSV-Trio wieder in der Bundesliga ran – Heimspiel am Donnerstag gegen TSV Schwabhausen

Von unserem Redakteur Christoph Gerhards

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Nach langer Bundesliga-Pause will Shan Xiaona am Donnerstag und am Samstag kräftig punkten und mit dem FSV Kroppach an die Tabellenspitze zurückkehren. Foto: Jürgen Vohl

Kroppach. Exakt zweieinhalb Monate nach dem Heimspiel gegen Böblingen (6:0) und dem Auswärtsspiel in Berlin (6:1) geht es für den FSV Kroppach in der Tischtennis-Bundesliga der Frauen endlich weiter. Mit weiteren Siegen im Heimspiel gegen den TSV Schwabhausen am Donnerstag, 19.30 Uhr, und im kniffligen Auswärtsspiel in Essen am Samstag, 15 Uhr, will sich der Deutsche Meister (18:2 Punkte) die Tabellenführung von Saarlouis-Fraulautern (20:4) zurückholen. Die Saarländerinnen haben zwei Begegnungen mehr ausgetragen und erwarten Essen-Holsterhausen am Donnerstag.

Nach dem sportlichen und emotionalen Höhepunkt der Mannschafts-Weltmeisterschaft in Dortmund kehren „Dudu“ Wu Jiaduo, Kristin Silbereisen und die Ungarin Krisztina Toth also in den Bundesliga-Alltag zurück. Das ist nicht nur für die Spielerinnen eine schwierige Situation, sondern auch für FSV-Teamchef Dennis Leicher: „Die Mädels haben einiges hinter sich, alles aus sich herausgeholt und eine Super-WM gespielt. Sie sollten eigentlich stolz auf sich sein, aber wahrscheinlich sind sie eher ein bisschen geknickt“, denkt Leicher an das dramatische deutsche 2:3 im Viertelfinale gegen Ex-Weltmeister Singapur. „Nun müssen wir ihnen erst mal wieder klar machen, dass sie mit dem Verein ein neues Ziel vor Augen haben.“

In das Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten Schwabhausen gehen die Kroppacherinnen aber als hoher Favorit, auch wenn die Gäste aus der Nähe von Dachau in Sabine Winter auch eine deutsche Nationalspielerin in ihren Reihen haben, die bei der WM dabei war. „Sabine ist immer für eine Überraschung gut“, weiß Leicher, dass sie sowohl im Einzel als auch im Doppel mit Kathrin Mühlbach (6:4-Bilanz) nicht zu unterschätzen sein wird. „Insgesamt sollte es für uns aber zu einem ungefährdeten Heimsieg reichen.“

Wesentlich schwieriger dürfte für die Kroppacherinnen am Samstag das Spiel in Essen werden, obwohl der FSV das Hinrundenspiel klar gewann. Im Vorjahr gab es zwei 6:2-Siege, bei denen das Ergebnis wesentlich klarer war als die Spiele. „Elke Schall und Shi Qi spielen im oberen Paarkreuz fast immer gut gegen uns“, warnt Leicher. „Balazova hat in Kroppach gegen Krisztina Toth nur mit 11:13 im fünften Satz verloren, und auch Penholder-Spielerin Yin Na ist eine unangenehme Gegnerin.“

Westerwälder Zeitung vom Mittwoch, 4. April 2012, Seite 12