Der FSV Kroppach spielt souverän PDF Drucken E-Mail
Frankfurt/Main. Der mehrfache Deutsche Meister FSV Kroppach hat seine Favoritenrolle gegen den Achtplatzierten TSV Schwabhausen mit Perfektion gespielt, und gewinnt mit einem deutlichen 6:0. Von Höhen und Tiefen war die Begegnung zwischen dem TTSV Saarlouis-Fraulautern und der DJK TuS Essen-Holsterhausen beim völlig überraschenden 5:5 geprägt. Shi Qi trumpfte im Einzel und Doppel zusammen mit Yin Na auf, und Letztere wuchs am Ende gegen Petrissa Solja über sich hinaus und schaffte das umjubelte Unentschieden. Mit diesem Punktverlust, nach einem 5:3-Zwischenstand, legte sich der TTSV selbst ein dickes Ei ins Osternest, spielte dem FSV im Meisterschaftskampf in die Karten, und muss aufpassen, dass nicht noch der ttc berlin eastside von hinten angerauscht kommt.    

 FSV Kroppach – TSV Schwabhausen: 6:0

 Gastgeberinnen agieren ohne Fehl und Tadel

Mit einer Verspätung von rund 20 Minuten startete die Begegnung beim FSV Kroppach. Die Gäste vom TSV Schwabhausen stecken im Stau. „Sabine Winter und Kathrin Mühlbach waren mit dem Zug bis Altenkirchen angereist. Für den Rest der Strecke nahmen sie an Taxi. Die Zwei waren also rechtzeitig vor Ort, während wir wegen einem Termin unseres Trainers Alexander Yahmed nicht ganz rechtzeitig losfuhren, und wegen zusätzlich hohem Verkehrsaufkommen, um Stuttgart herum, länger benötigten als gedacht“, berichtete TSV-Pressesprecher Harald Dannhauer.

Während Wu Jiaduo/Kristin Silbereisen gegen den Yang Ting/Agnes Kokai ein sicheres 3:1 markierten, ließen sich die Deutschen Doppel-Meisterinnen von 2010, Winter/Mühlbach, nicht so schnell überfahren. Die Zwei boten Krisztina Toth/Shan Xiao Na erheblichen Widerstand, und nach einem 6:6 und 8:8 im fünften Satz kippte die Waage zum 9:11 nur knapp gegen sie. „Shan zauberte zwei super Aufschläge aus dem Hut, aber Sabine und Kathrin hatten ihre Chancen“, sagte Dannhauer. Mit diesem 2:0 glückte den favorisierten Kroppacherinnen wieder einmal ein Auftakt nach Maß.

Shan Xiao Na überzeugte anschließend mit einem ganz klares 3:0 gegen Abwehrspielerin Yang Ting, aber Winter ließ sich von Europe Top-12-Siegerin Wu Jiaduo nicht einfach auf das Abstellgleis schieben. Auch wenn Dudu am 

Krisztina Toth fährt für den FSV Kroppach den Siegpunkt einKrisztina Toth fährt für den FSV Kroppach den Siegpunkt ein
Ende mit 14:16, 11:5, 11:9, 11:8 gewann, verlief der vierte Satz nach einem 0:3, 3:6 zum 8:7 spannend. „Das war ein gutes Spiel, und der Ball des Abends gehörte Sabine, die mit ihrer eher schwächeren Rückhand eine Granate abschoss. Wu Jiaduo verfügte jedoch einfach über das Plus an taktischer Raffinesse“, analysierte Dannhauer.

Auf das erhoffte 6:0 marschierte der amtierende Deutsche Meister nach dem erwarteten 3:0 von Silbereisen gegen Kokai, und dem 11:5, 8:11, 11:4 von Toth gegen Mühlbach zu. Den vierten Abschnitt gestaltete Mühlbach bis zum 9:9 offen, ehe wohl doch einfach die größere Erfahrung und Cleverness der 37-jährigen Ungarin zum 11:9 siegte. „Unsere Niederlage besiegelte ein schöner Ballwechsel, denn Krisztina Toth befand sich in der Ballabwehr. Ein wenig ärgerlich war nur, dass wir es im Doppel wieder nicht gepackt haben, den Ehrenpunkt zu holen. Enttäuscht sind wir nicht, wir wussten was uns erwartet“, meinte der TSV-Pressesprecher.

„Unser Team zeigte mal wieder Charakter. Wir sprachen nur kurz die Weltmeisterschaft in Dortmund an. Wir haben nichts zu verschenken, auch nicht im Spielverhältnis, denn wir haben noch fünf Spiele, da kann noch allerhand passieren. Deshalb sind wir froh zwei Punkte eingefahren zu haben. Sabine spielte den ersten Satz gegen Dudu unglaublich, aber es ist halt gegen sie unheimlich schwer die Power über die komplette Distanz zu halten. Bei den unterschiedlichen Belägen und dem schnellen Block-Konter-Spiel von Dudu müssen ihre Gegnerinnen bei jedem Ball aufmerksam sein“, erklärte FSV-Teambetreuer Dennis Leicher. Dem Tabellenzweiten war auch das Remis der beiden Ligakonkurrenten nicht entgangen. „Natürlich sind wir über das 5:5 nicht traurig. Es ist halt nicht leicht eine hohe Konstanz eine komplette Saison durchzuhalten. Wir sind aber mit Sicherheit auch vor Essen gewarnt, bei denen wir Ostersonnabend spielen“, sagte Leicher.

Martina Emmert/ Fotos: Ronny Pabst (mehr auf www.tischtennis.de)